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Erfolgreiche Premiere der ‚DigitalMesse 360° – Regionales Banking der Zukunft‘

  • 15.05.2023
  • Aus dem Verband
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Punkt 10 Uhr ging es los: Gemeinsam mit Katja Lewalter-Düssel und Marco Schulz begrüßte Moderatorin Lisa König-Topf, Geschäftsführerin der AWADO Kommunikationsberatung, am Mittwoch rund 450 Teilnehmer*innen zur ersten ‚DigitalMesse 360°– Regionales Banking der Zukunft‘. Auf der virtuellen Messe kamen Expert*innen unserer Verbandsfamilie mit Vorständen und Führungskräften unserer Mitgliedsbanken aus dem gesamten Verbandsgebiet zusammen– über die regionalen Grenzen hinweg. Unter dem Schwerpunktthema „Die Produktions- und Steuerungsbank von morgen – Lösungen für regionales Banking der Zukunft“ ging es um die Entwicklungen, Einflussfaktoren und Trends, die unsere Mitgliedsbanken besonders betreffen. Dieses Scherpunktthema hatten die Mitglieder in einer Umfrage im Rahmen der Frühjahrssitzung der Regionaltage Banken selbst festgelegt.

Mit der ‚DigitalMesse 360°‘ haben wir eine klassische Messe mit einer 3D-Plattform virtuell nachgebaut. Die Teilnehmenden konnten sich mit Vertiefungsthemen im Rahmen von Breakout-Sessions intensiv beschäftigen – ganz nach den eigenen Bedürfnissen und thematischen Schwerpunkten – und sich mit den Spezialist*innen des Verbandes und der Verbandsfamilie, aber auch des Verbundes, austauschen.

Wofür steht 360°

Mit dem neuen Format, das die bestehenden Gremienformate mit einer neuen Kommunikationsqualität ergänzt, erhalten die Teilnehmenden einen möglichst breiten fachlichen Überblick über das Thema „Produktions- und Steuerungsbank von morgen“, der nicht einseitig geprägt ist. Außerdem konnten unsere Mitglieder natürlich mit den Referent*innen, aber auch untereinander, ins Gespräch kommen, um Erfahrungen und Best-Practice-Cases auszutauschen.

Premiere für die DigitalMesse 360 Grad

„Wir sind fest davon überzeugt, dass das regionale Banking eine sehr gute Zukunft hat, wenn wir die Zukunft gestalten.“, fasste Ingmar Rega in seiner Willkommensbotschaft zusammen.

In der anschließenden Auftaktdiskussion leiteten Katja Lewalter-Düssel und Marco Schulz in die Themenschwerpunkte ein. Sie stellten noch einmal heraus, warum das Thema „Produktions- und Steuerungsbank von morgen“ von besonderer Relevanz für unsere Mitgliedsbanken ist. Mit Blick auf die weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen – Stichworte Zinswende, zunehmende regulatorische Anforderungen und der Ukraine-Krieg – müssten die Handlungsfelder der „Nicht-Vertriebsbank“ immer stärker in den Fokus genommen werden. Ganz konkret heißt das, auch die Prozesse hinter den Kundenschnittstellen effizient aufzustellen und ganzheitlich zu betrachten – 360 Grad eben. Aber auch der demographische Wandel und das sich verändernde Kundenverhalten führen unweigerlich dazu, dass Prozesse in der Bank angepasst werden müssen.

„Banken müssen sich immer wieder die Frage stellen, wie es um ihre eigene Zukunftsfähigkeit bestellt ist. Und deswegen versuchen wir mit unserem Instrumentarium Orientierungshilfen zu geben und die Banken damit in die Zukunft zu führen.“ Dr. Ruben J. Lanzerath, BVR

In einem Live-Talk diskutierten Marc Schäfer, Geschäftsführer der AWADO Services, und Dr. Ruben Lanzerath, Bereichsleiter Betriebswirtschaft und Strategische Steuerung des BVR, über den „perfekten Sturm“, der mit der Vielzahl an Trends und Einflüssen die Banken erreicht hat. Sie zeigten dabei viele Handlungsfelder auf, mit denen sich die Banken beschäftigen sollten, bspw. die Thema Eigenkapital, Nachhaltigkeit und Automatisierung.

Die Breakout-Sessions

Anschließend ging es in die Breakout-Sessions. Im Fokus standen bspw. neue Technologien, Process Mining und künstliche Intelligenz. Es ging aber auch ganz konkret um Optimierungspotenziale und wie diese im Management und der Transformation gehoben werden können.

In den 40-minütigen Sessions lieferten die Expert*innen aus den verschiedenen Kompetenzbereichen der Verbandsfamilie, teilweise mit Unterstützung aus dem Verbund, Impulse und vermittelten konkrete Quick-Wins und Best-Practice Cases.

Folgende Breakout-Sessions wurden angeboten:

  • BOS 1: Konzentration auf das Wesentliche: Auslagerung als Erfolgsmodell für uns?
  • BOS 2: Process Mining - Standardisierung als Chance in der Geschäftsentwicklung
  • BOS 3: Process Mining - ein erster Erfahrungsbericht
  • BOS 4: Process Mining, und nun? Aufbau- und Ablauforganisation optimieren
  • BOS 5: Prozessreifegrade in der Steuerungsbank. Ansätze zur Weiterentwickelung aus dem Blickwinkel der Complianceprozesse
  • BOS 6: Nachhaltigkeit trifft auf Produktions- und Steuerungsbank: Klimabilanzen als Steuerungsinstrument im Betrieb und Kerngeschäft
  • BOS 7: Engpassfaktor Eigenmittel - Strategieoptionen zur RWA-Entlastung
  • BOS 8: Banksteuerung auf Gruppenebene – trotz erhöhter Komplexität ggfs. doch zielführend?
  • BOS 9: Die Gesamtbanksteuerung von morgen - Freiräume gewinnen und sinnvoll nutzen

„Ich sehe Wiederholungsbedarf!“

Im Anschluss ging es zurück auf die Main Stage. In einem Impuls-Vortrag erläuterte Thomas Stach, Geschäftsführer der GenoPersonalConsult, wie sich die zunehmende Personalknappheit und sich ändernde Qualifikationsanforderungen der Mitarbeitenden auf die moderne Produktions- und Steuerungsbank auswirken.

„Durch die Einführung von neuen Prozessen verändern sich auch die Rollen der Mitarbeitenden, diese müssen mehr übergreifende Aufgaben übernehmen. Das erfordert ein anderes Kompetenzprofil, aber auch neue Zusammenarbeits- und Führungsmodelle.“ Thomas Stach, Geschäftsführer der GenoPersonalConsult.

Das Trio König-Topf, Lewalter-Düssel und Schulz beendete den erfolgreichen Messe-Tag und fasste die Highlights und wichtigsten Learnings zusammen: Mit der digitalen Messe gehen wir neue Wege und schaffen es, gemeinschaftlich und über die regionalen Grenzen hinweg die zentralen Themen unserer Mitglieder zu bearbeiten.

Es zeigte sich einmal mehr, dass wir mit unserem ganzheitlichen Ansatz und im Zusammenwirken verschiedener Einheiten unserer Verbandsfamilie – aus der Prüfung und Beratung Banken, den Spezialisten-Teams, den AWADO-Gesellschaften, der GPC, K&C, ZMU, u.v.m. – einen echten Mehrwert stiften und so den Mitgliedernutzen stärken.

Lewalter-Düssel und Schulz zeigten sich deutlich begeistert vom neuen Format. „Ich sehe Wiederholungsbedarf!“, so Lewalter-Düssel. Ferner äußerte sie: „Es ist echt interessant, dass das digital so gut klappt. Die Leute haben viel miteinander gesprochen und sich miteinander verbunden – und das obwohl sie eben virtuell aufeinander getroffen sind in diesem Moment.“ Marco Schulz schloss sich mit lobenden Worten an: „Ich bin wirklich begeistert. Natürlich ist das ein wenig Eigenlob an dieser Stelle, aber das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen war einfach besonders und daher auch ein herzliches Dankeschön an alle, dass wir diesen Tag so gut gemeinsam gestalten durften. Natürlich wird eine virtuelle Messe nicht jeden persönlichen Kontakt ersetzen können, aber es ist eine gute Ergänzung!“

Diesen Eindruck spiegelte auch die überwiegende Meinung der Mitglieder wieder: Die Feedback-Wall stellte viel positives Feedback bereit – und viele wünschen sich in ihren Posts eine Wiederholung des Formats: „Sehr zufrieden, gutes Format, kurzweilig und trotzdem Tiefe in Themen erreicht.“

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