- 04.05.2026
- Aus dem Verband
Fachrat der Landwirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften
Einordnung, Ausblick und klare Positionen – das war der digitale Austausch im April.
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Auf dem Weg in eine neue digitale Zukunft ist der Kreis Paderborn jetzt ein großes Stück vorangekommen. Im Paderborner Kreishaus haben Vertreter von Kreis und Kreiskommunen die Genossenschaft „Breitband OWL eG“ ins Leben gerufen. Sie ist die bundesweit erste und bislang einzige Breitbandgenossenschaft auf öffentlich-rechtlicher Basis. Ziel des neuen Unternehmens ist die Errichtung eines hochleistungsfähigen Breitbandnetzes mit symmetrischen (Herauf- und Herunterladen von Daten mit gleichhoher Geschwindigkeit) Bandbreiten von einem Gigabit/Sekunde und mehr. Vorrangig in Gewerbegebieten, nach und nach aber auch in Wohngebieten sollen Glasfaserleitungen bis an die Gebäude gelegt werden. Die Mitglieder der Genossenschaft sehen in dem zu errichtenden Glasfasernetz einen wichtigen Standortfaktor, der Wachstum und Beschäftigung in der Region sichert. Bei entsprechendem Interesse soll die Genossenschaft auch den angrenzenden Gebietskörperschaften in Ostwestfalen-Lippe als Trägermodell für Breitbandinfrastrukturen zur Verfügung stehen.
In Nordrhein-Westfalen verfügen derzeit etwa sieben Prozent aller Haushalte über einen hochleistungsfähigen Glasfaseranschluss. Im Kreis Paderborn liegt dieser Wert aktuell bei zwei Prozent. Ziel der Breitband OWL eG ist es, im Kreisgebiet eine möglichst flächendeckende Versorgung mit Glasfaserinfrastruktur bis zu den Haushalten zu schaffen. Die Zukunft liegt nach Ansicht der Genossenschaft nicht in der von einigen Telekommunikationsunternehmen nach wie vor verwendeten Vectoring-Technik. Diese werde, so hieß es auf der Gründungsversammlung, aus physikalischen Gründen innerhalb der nächsten Jahre an ihre Grenzen stoßen. Vielmehr geht es um Auf- und Ausbau von zukunftsfähigen Glasfasernetzen, die deutlich höhere und insbesondere symmetrische Übertragungsraten sowohl im Up- wie auch im Downstream zur Verfügung stellen können, als es bei herkömmlicher Kupferinfrastruktur möglich ist. Digitale Autobahnen – vor allem für Gewerbegebiete – entscheiden schon jetzt über die Standortattraktivität.
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