Gute Geschäftsmodelle wirken oft so selbstverständlich, dass sie kaum noch hinterfragt werden. Genau darin liegt ihre Stärke, manchmal aber auch ihre Schwäche. Denn Märkte verändern sich, Kundenerwartungen verschieben sich und technologische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten. In einer zunehmend komplexen und schwer überschaubaren Umwelt reicht es deshalb nicht aus, allein auf die Erfolgsrezepte der Vergangenheit zu vertrauen. Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell regelmäßig überprüfen und dort weiterentwickeln, wo die bisherige Logik an Tragfähigkeit verliert.
Von der Bestandsaufnahme zur Entwicklungsrichtung
An diesem Punkt setzt die Geschäftsmodellwerkstatt an. Das interaktive, moderierte und ergebnisorientierte Format bietet Vorständen, Aufsichtsräten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsbetriebe einen geschützten Rahmen, in dem sie konkrete Optionen für die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells erarbeiten können.
Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Blick auf die heutige Geschäftslogik. Dabei wird sichtbar, was das bestehende Modell trägt, wo Spannungsfelder liegen und welche Potenziale sich abzeichnen. Die Markt- und Branchenexpertise der Beteiligten liefert anschließend wichtige Impulse für neue Ideen und konkrete Geschäftsmodellprototypen. Diese werden anhand ihrer strategischen Eignung, ihres Nutzens für Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden, ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit und ihrer Umsetzbarkeit miteinander verglichen.
Auf Grundlage dieses Vergleichs priorisieren die Teilnehmenden eine Entwicklungsrichtung. Eine erste Roadmap hält die nächsten Prüfschritte, Verantwortlichkeiten und anstehenden Entscheidungen fest und gibt der weiteren strategischen Arbeit damit einen klaren Kompass.