Steigende Firmenpleiten, höhere Kreditausfälle und zunehmender Wettbewerbsdruck: Im Interview mit Bloomberg News ordnet Michael Hoeck die wirtschaftlichen Perspektiven für das laufende Jahr ein. Zwar sei der genossenschaftliche Bankensektor insgesamt stabil, aber die Rahmenbedingungen könnten sich weiter verschärfen – etwa durch geopolitische Konflikte, steigende Energiepreise und fragile Lieferketten.
Mit Blick auf die jüngsten Stützungsmaßnahmen für einzelne Volks- und Raiffeisenbanken spricht Hoeck offen über mögliche Fehlanreize und ein damit verbundenes Moral-Hazard-Problem: Risiken könnten bewusst höher eingegangen werden, da im Ernstfall die Unterstützung der anderen greift. Zugleich betont er, dass der Sektor daraus gelernt habe: Es seien jetzt die Voraussetzungen geschaffen worden, die künftig ein früheres Eingreifen ermöglichen.
Auch mit Blick auf Kryptohandel für Privatkunden gibt Hoeck eine Einschätzung ab: Mittelfristig rechnet er damit, dass die meisten Volks- und Raiffeisenbankern das neue Angebot zum Kryptohandel für Privatkunden, welches im deutschen genossenschaftlichen Bankensektor entwickelt wurde, einführen werden.
Das Interview wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen, unter anderem hier:
Banken: Genoverband warnt vor „Moral Hazard“ – nach Stützungsfällen
Genobanken zögern beim Kryptohandel | Unternehmen | 30.04.2026 | FONDS professionell