- 13.04.2026
- Politik
agra 2026: Genossenschaftlicher Auftritt
Genoverband und Volksbanken Raiffeisenbanken mit Gemeinschaftsstand – Impulse aus dem Agrarpolitischen Forum mit EU-Agrarkommissar Christophe Hansen.
WeiterlesenWie kann Deutschland seine Position als Exporteur von Agrarprodukten im europäischen und internationalen Markt stärken? Welche Sorgen und Nöte treiben ländliche Genossenschaften in NRW um? Wo sehen sie Handlungsbedarf bei der Politik und wo brauchen sie Handlungsspielraum von ebendieser? - Das war der vierte Austausch mit Silke Gorißen und Dr. Martin Berges.
Am 24. April fand der jährliche Austausch mit Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und Staatssekretär Dr. Martin Berges sowie Hans-Bernd Hartmann (Abteilung Landwirtschaft, Gartenbau, Ländliche Räume) im Rahmen des „Politik trifft Praxis“-Formats im Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf statt. Neben fünf Genossenschaftsvertretern, die bereits bei vergangenen Treffen anwesend waren, begrüßte Ministerin Gorißen die drei erstmalig Teilnehmenden mit den Worten „Wir sind hier eine sehr nette Runde“. Gemäß dieser Einordnung diskutierten Politik und Praxis, in Form der Genossenschaftsvertreter aus Vieh- und Fleischverarbeitung, Molkereien, Sonderkulturen und Raiffeisen-Warengenossenschaften, sowohl aktuelle weltpolitische als auch nationale bis regionale Themen.
Zunächst gab die Ministerin ein Update zum Bürokratieabbau. Sie erläuterte bereits umgesetzte Vorhaben auf Landes- und Bundesebene und informierte die Praktiker über anstehende Projekte zur Entlastung aus der Europapolitik Insbesondere junge Landwirte fragen sich, so berichteten die Genossenschaftsvertreter, ob der Beruf des Landwirts noch erstrebenswert ist. Klar sei, dass es kein weiteres Goldplating geben dürfe, man nehme der Branche ohnehin schon die Luft zum Atmen.
Einstimmigkeit herrschte auch bei dem Agendapunkt „Konkurrenzfähige Exportbedingungen“: Deutschland als Agrarexporteur ist auf Handelsabkommen wie Mercosur angewiesen, eine rasche Umsetzung ist jetzt essenziell.
Im Hinblick auf die Diskussionen rund um finanzielle Erleichterungen der Verbraucher bei Energie- und Spritkosten wurde die Runde deutlich: In der Wirtschaft kommen die Ideen der Bundesregierung derzeit nicht gut an. Priorität eins sollte immer die Nahrungsmittelversorgung sein! Der Selbstversorgungsgrad für Lebensmittel werde aber auch anders beeinflusst, so sei der gesetzliche Mindestlohn eine Problematik mit Ansage, und zwar für die gesamte Branche.
Geprägt war das Treffen von ehrlichem Interesse am Gegenüber und den jeweiligen Positionen, demnach gingen der Runde die Themen nicht aus. So gaben die Teilnehmer abschließend Einblicke in die regionalen Entwicklungen bei Freiflächen-PV-Anlagen und erneuerten den Wunsch nach 44-t- beziehungsweise 50-t-LKWs.
Die Veranstaltungsreihe „Politik trifft Praxis“ des Genoverbands ermöglicht seit mehr als zehn Jahren einen regelmäßigen Austausch zwischen politischen Entscheiderinnen und Entscheidern und einem ausgewählten Kreis von Genossenschaftsvertreterinnen und -vertretern.
Das nächste „Politik trifft Praxis“ für die landwirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften findet am 28. September mit Miriam Staudte in Hannover statt.
Referentin Kommunikation und Politik
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