Genoverband e. V. zeichnet drei junge Führungskräfte aus Sachsen und Brandenburg für innovative Projekte in Tierhaltung und Pflanzenproduktion aus.
Berlin, 16. Juni 2026. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Nachwuchspreises „Agrarhelden“ 2026 stehen fest. Mit dem vom Genoverband e.V. und seinen genossenschaftlichen Partnern ausgelobten Preis werden junge Mitglieder von Agrargenossenschaften ausgezeichnet, die ihre Unternehmen mit Innovationskraft, Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Engagement weiterentwickeln. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden zudem ein Jahr lang als Botschafterinnen und Botschafter für die Idee und Zukunftsfähigkeit der Agrargenossenschaften wirken. Der Preis ist mit insgesamt 4.500 Euro dotiert.
„Mit dem Nachwuchspreis zeichnen wir Menschen aus, die zeigen, wie innovativ Agrargenossenschaften heute sind“, sagte Peter Götz, Vorstand des Genoverband e.V., bei der Preisverleihung. „Unsere diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger verbinden Know-how und Engagement mit unternehmerischem Denken. Sie tragen dazu bei, die Landwirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Der Expertenjury gehörten neben Peter Götz auch Nina Berlin (Leiterin Kommunikation, Deutscher Raiffeisenverband e.V.), Claudia Duda (Chefredakteurin, Bauernzeitung), Christoph Herzog (Vorstand der Agrargenossenschaft Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk) sowie Christopher Braun (Abteilungsleiter Agrarwirtschaft, DZ Bank) an. Der Genoverbandsvorstand dankte den Jurymitgliedern für ihre engagierte Mitwirkung bei der Auswahl der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. Sein Dank galt zudem den Sponsoren und Unterstützern, die den Nachwuchspreis ermöglichen.
Die Agrarhelden 2026 heißen:
1. Platz: Nancy Büttner, Agrargenossenschaft Dorfchemnitz e.G.
Den ersten Platz vergab die Jury an Nancy Büttner aus der Agrargenossenschaft Dorfchemnitz e.G. Die 27-jährige Landwirtin (Technikerin für Landbau), Tierproduktionsleiterin und Ausbilderin überzeugte mit ihrem Projekt „Kälberdorf“, einem modernen Aufzuchtsystem für Kälber. Im Mittelpunkt stehen Tierwohl, Gesundheit und eine nachhaltige Betriebsentwicklung. Durch Pärchenhaltung, ein strukturiertes Tränkemanagement, intensive Tierbeobachtung sowie digitale Unterstützung erreicht das Projekt hohe Tageszunahmen, geringe Krankheitsraten und deutlich reduzierte Verluste in der Kälberaufzucht.