- 13.01.2026
- Pressemitteilungen
72 Neugründungen im Internationalen Jahr der Genossenschaften 2025
Der Trend zu Energiegenossenschaften hält an und Genossenschaften zur Nachfolgelösung für Unternehmen werden immer attraktiver.
WeiterlesenMit Jahresbeginn 2026 startet Nordrhein-Westfalen eine Offensive zur Nutzung von Wärmeenergie, die explizit auch Genossenschaften in den Blick nimmt und Planungsrisiken für neue Projekte reduziert. Dadurch ergeben sich Chancen für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger, regionale Wärmeprojekte ins Leben zu rufen.
Finanzierungslücken schließen – Genossenschaften als Schlüssel
Bislang konnten Wärmenetze über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert werden. Dies ist nun nicht mehr möglich. Durch die Einführung bzw. Änderungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) sowie das Doppelförderungsverbot hat sich die Finanzierungssituation verschlechtert. Um die Wärmewende voranzubringen, sind entweder zusätzliche Landesmittel oder privates Kapital erforderlich. Genossenschaften bieten hier eine Lösung: Kommunen und regionale Unternehmen können als juristische Personen gemeinsam in einer Genossenschaft in Infrastruktur wie Wärmenetze investieren. So können auch größere Vorhaben über privates Kapital finanziert werden. Nichtsdestotrotz ist die Wiederherstellung der Kombinierbarkeit von Bundes und Landesmitteln weiter wünschenswert.
NRW setzt auf Information und flexible Lösungen
Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW hat im Dezember eine Abwärmestrategie unter dem Titel „Heizkeller der Zukunft“ veröffentlicht. Geplant sind landesweite Aktionstage, die Gebäudeeigentümer*innen, Bestandshalter und Genossenschaften über technologieoffene Heizlösungen informieren. Zudem soll der Bürgerenergiefonds für erneuerbare Energieerzeugung auf Wärmeprojekte ausgeweitet werden, um Planungsrisiken in der Vorphase abzufedern. Damit entsteht ein Rahmen, der insbesondere für Quartierslösungen und genossenschaftliche Projekte relevant ist.
„Gerade im Wärmesektor sind Planungsrisiken eine der größten Hürden für gemeinschaftliches Engagement. NordrheinWestfalen setzt hier ein klares Signal: Genossenschaftliche Lösungen sind ausdrücklich gewollt und werden strukturell unterstützt“, sagt Kai Sauerwein, Seniorberater für Beratung und Betreuung von Genossenschaften beim Genoverband.
Vergleich mit anderen Bundesländern
NRW folgt mit der Wärmestrategie SchleswigHolstein, das Bürgerenergie und Wärmeprojekte bereits seit mehreren Jahren über einen eigenen Bürgerenergiefonds der Landesenergieagentur fördert, der die frühe Planungsphase absichert. Der Fokus in SchleswigHolstein liegt allerdings auf lokaler Beteiligung und Quartierslösungen. Ähnlich ist es in BadenWürttemberg, wo kommunale Strukturen für Förderungen genutzt werden müssen, oder in Hamburg, wo Förderungen auf die Wohnungswirtschaft und städtische Quartiere fokussiert sind – ohne explizite Förderung für Bürger oder Genossenschaftsprojekte. NRW geht nun einen Schritt weiter und ermöglicht Förderungen für Bürger*innen und Privathaushalte.
Der Zeitpunkt für Wärmestrategien ist jetzt
Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet Länder und Kommunen, bis 2028 flächendeckende Wärmepläne vorzulegen. Diese sind Voraussetzung für Investitionen in Netze und Gebäudetechnik und tragen zur Erfüllung der EU-Dekarbonisierungsvorgaben bis 2030 bei. Vor diesem Hintergrund sind Initiativen wie die Wärmestrategie NRW ein wichtiger Schritt, um Orientierung und Planungssicherheit für die Akteure der Wärmeenergie zu schaffen.
Der Genoverband unterstützt Gründungsvorhaben für Wärmenetze und berät Interessierte bei solchen Vorhaben. Weitere Informationen finden Sie hier: Energie-, Immobilien- und Versorgungsgenossenschaften | Genoverband e.V.
Abteilungsleiter
Kommunikation, Marketing, Politik
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