Die Vorfälle rund um Schließfächer in deutschen Bankhäusern haben in den vergangenen Monaten eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Vor diesem Hintergrund hat der Genoverband sich mit über 400 Expertinnen und Experten aus Volks- und Raiffeisenbanken in einer digitalen Informationsveranstaltung zum Thema Schließfachsicherheit ausgetauscht.
„Die intensiven Sicherheitsmaßnahmen gegen Geldautomatensprengungen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung – die Zahl der Taten geht seit geraumer Zeit zurück. Gleichzeitig beobachten wir, dass andere Angriffsszenarien stärker in den Fokus rücken: Schließfächer“, sagte Katja Lewalter-Düssel, Mitglied des Vorstandes des Genoverbandes. „Für uns bedeutet das: Wir bleiben wachsam und unterstützen unsere Häuser dabei, frühzeitig auf neue Entwicklungen zu reagieren.“
Aktuelle Lage, rechtliche Fragen und Rolle der Versicherer – kompakt zusammengefasst
Schließfächer sind eine Form der Aufbewahrung, die deutlich sicherer ist, als Wertgegenstände zu Hause aufzubewahren. Darauf weisen auch Polizei und Verbraucherschützer hin. Hohe Sicherheitsstandards und die Absicherung gegen Verlust bieten einen umfassenden Schutz.
Trotzdem werfen einzelne spektakuläre Vorfälle wie in Gelsenkirchen die Frage auf, wie Banken auch im Bereich Schließfachsicherheit bestmögliche Standards gewährleisten und Kundinnen und Kunden transparent informieren können. Entsprechend ging es in der Veranstaltung um verschiedene Perspektiven auf die Frage, wie Institute organisatorisch, kommunikativ und strukturell auf neue Risiken vorbereiten können.
Neben dem Genoverband und der AWADO Gruppe brachten auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie der R+V Versicherung ihre fachlichen Perspektiven ein.
Genoverband bietet umfassende Unterstützung
„Sicherheit ist ein unverzichtbarer Bestandteil des genossenschaftlichen Versprechens. Auch wenn neue Themen aufkommen, bleibt unser Anspruch unverändert: Wir begleiten unsere Mitgliedbanken dabei, Sicherheit umfassend zu denken – von der Prävention bis zur Krisenkommunikation“, betonte Lewalter-Düssel. „Die sehr hohen Teilnehmerzahlen zeigen, dass die Volks- und Raiffeisenbanken ihrer Verantwortung nachkommen.“