- 29.04.2026
- Politik
Wir brauchen Handelsabkommen!
Das war der vierte politische Austausch mit Silke Gorißen und Dr. Martin Berges.
WeiterlesenBeim Verbändegespräch im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum fand ein konstruktiver Austausch zwischen den landwirtschaftlichen Verbänden und der Landespolitik statt. An dem Gespräch nahmen Agrarministerin Colette Boos‑John und Staatssekretär Marcus Malsch teil. Für den Genoverband brachte Dr. Andreas Eisen die Positionen der genossenschaftlich organisierten Landwirtschaft ein.
Inhaltlich konnte sehr gut an die Diskussionen des Formats „Politik trifft Praxis“ in Thüringen angeknüpft werden. Neben den Perspektiven der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurden auch weitere aktuelle agrarpolitische Vorhaben thematisiert, darunter die EU‑Wiederherstellungsverordnung und der nationale Wiederherstellungsplan.
Mit Blick auf die Wiederherstellungsverordnung wurde aus Sicht der Praxis ein kritischer Blick deutlich. Zusätzliche Berichtspflichten, Monitoring‑Vorgaben und komplexe Umsetzungsanforderungen stehen der erklärten politischen Zielsetzung entgegen, Bürokratie und Regulierung zu reduzieren. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Betriebe fördert dieser Ansatz kein Vertrauen, sondern erhöht Unsicherheit und Planungsrisiken in der landwirtschaftlichen Praxis.
Der Genoverband machte deutlich, dass Agrargenossenschaften als regional verankerte, arbeitsteilige Unternehmensform einen zentralen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Wertschöpfung und zur Stabilität im ländlichen Raum leisten. Vor diesem Hintergrund wurde betont, dass die Landwirtschaft als systemrelevante Branche nicht weiter durch zusätzliche Regulierung und steigende bürokratische Anforderungen in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit eingeengt werden darf.
Agrarministerin Colette Boos‑John hob zudem die Bedeutung der besonderen und zukunftsweisenden Agrarstrukturen in Ostdeutschland hervor. Sie sprach sich dafür aus, dass sich die landwirtschaftlichen Verbände gemeinsam mit der Politik der ostdeutschen Bundesländer geschlossen gegenüber dem Bund und der Europäischen Union für diese Strukturen einsetzen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Politik bei der Weiterentwicklung tragfähiger agrarpolitischer Lösungen auf die aktive Mitarbeit der Praxis und der Verbände angewiesen ist.
Der Genoverband bekräftigte in diesem Zusammenhang seine klare Bereitschaft zur konstruktiven Mitwirkung. Diese wurde nicht nur ausdrücklich bekundet, sondern bereits im Rahmen des Verbändegesprächs inhaltlich fundiert, lösungsorientiert und praxisnah umgesetzt. Einigkeit bestand darin, dass zentrale agrarpolitische Fragestellungen – insbesondere zur GAP, zur Wiederherstellungsverordnung und zum Bürokratieabbau – noch deutlich stärker auf Ebene der Bundesregierung adressiert werden müssen, um praktikable und verhältnismäßige Lösungen zu erreichen.
Politische Interessenvertretung
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