- 23.07.2026
- News: Energie-, Immobilien- und Versorgungsgenossenschaften
Forderungen der Energiegenossenschaften für die Bundestagsabgeordneten - die 1.000 deutschen Energiegenossenschaften sind der Motor für Akzeptanz und Teilhabe vor Ort. Über 220.000 Menschen investieren über sie privates Kapital in die Energiewende und ermöglichen so eine breite gesellschaftliche Verankerung des Erneuerbaren-Ausbaus.
Eine erfolgreiche Stromwende ist zwingend auf dieses private Engagement der Bevölkerung angewiesen. Die am 29. Juli 2026 beschlossene Kabinettsentwürfe zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts (sog. „Netzanschlusspaket“) und eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor (sog. „EEG 2027“) enthalten jedoch zahlreiche Regelungen, die den Ausbau erneuerbarer Energien erheblich gefährden und Investitionen massiv ausbremsen.
Kabinettsentwurf zum Netzanschlusspaket vom 29. Juli 2026
Kabinettsentwurf zum EEG 2027 vom 29. Juli 2026
Am 7. September 2026 beginnt mit der ersten Sitzungswoche des Bundestages das parlamentarische Verfahren zu diesen beiden Gesetzesentwürfen. In der Sommerpause davor sind die Bundesabgeordneten in ihren Wahlkreisen. Aus diesem Grund können die Energiegenossenschaften die Gelegenheit nutzen, ihre Wahlkreisabgeordneten mit ihren Änderungswünschen und Positionen zum „Netzanschlusspaket“ und EEG 2027 anzusprechen und gegebenenfalls Termine zu vereinbaren.
Auf der Internetseite des Bundestages können Sie über die „Wahlkreissuche“ ihren Wahlkreisabgeordneten z.B. über die Postleitzahl suchen: https://www.bundestag.de/abgeordnete/wahlkreissuche
Mit Blick auf die Positionierung zur Erneuerbaren-Energien-Politik in der großen Koalition macht es am meisten Sinn zuerst seinen CDU- oder CSU-Abgeordneten anzusprechen und als Zweites seinen SPD-Abgeordneten. Die Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion stimmen mit vielen unseren Positionen überein. Die Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion müssen von vielen unserer Positionen noch „überzeugt“ werden.
Um die Energiegenossenschaften bei dieser politischen Arbeit gegenüber den Wahlkreisabgeordneten zu unterstützen, hat die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften
erarbeitet.
Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV und der Genoverband sehen die geplanten Eingriffe in die dezentrale Energiewende und die Erneuerbaren mit großer Sorge. Doch eines ist klar: Die Energiewende gehört den Bürgerinnen und Bürgern, den Energiegenossenschaften, den Kommunen und der EE-Branche.
Darum werden wir nicht nachlassen: Gemeinsam mit dem Genoverband und vielen Partnern werden wir bis Ende des Jahres mit voller Kraft im politischen Prozess dagegenhalten – in Gesprächen, Stellungnahmen, öffentlichen Aktionen und mit einer geschlossenen Stimme für die dezentrale Energiewende.
Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, dies ist die neue Ausgabe des Newsletters für unsere Energie…
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