Newsletter Fachvereinigung Gewerbliche Genossenschaften Ausgabe 03/2026

Liebe Mitglieder
liebe Leserinnen und Leser,

mit der 20. Ausgabe unseres Newsletters „GenoConnect – Gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften“ erhalten Sie wieder einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen, fachliche Einordnungen und praxisnahe Themen aus dem genossenschaftlichen Umfeld. In dieser Ausgabe richten wir den Blick unter anderem auf die Frage, wie Unternehmen in einem zunehmend volatilen Umfeld widerstandsfähiger werden können und warum neben Effizienz heute vor allem Resilienz, Flexibilität und Transparenz an Bedeutung gewinnen.

Zugleich zeigen wir an einem aktuellen Beispiel aus der kommunalen Praxis, wie genossenschaftliche Modelle auch bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Beschaffung konkrete Mehrwerte schaffen können. Darüber hinaus erwarten Sie weitere Beiträge mit fachlichem Tiefgang und praktischem Bezug für die Arbeit in und mit gewerblichen Genossenschaften.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, wenn unser Newsletter Ihnen auch diesmal hilfreiche Impulse für Ihre Praxis gibt.

Digitale und hybride Generalversammlungen sind spätestens seit der letzten Novelle des Genossenschaftsgesetzes ein Thema, das viele Genossenschaften umtreibt. Und das zu Recht: Als oberstes Willensbildungs- und Entscheidungsorgan müssen Generalversammlungen beispielsweise geheime Wahlen, satzungsrelevante Beschlüsse und eine revisionsfähige Dokumentation rechtskonform abbilden können. Gerade bei digitalen oder hybriden Formaten zeigen sich dabei bisweilen Fallstricke, die eine professionelle Herangehensweise nötig machen. In einer losen Folge möchten wir unseren Mitgliedern interessante Anbieter von digitalen Lösungen zu akzeptablen Konditionen vorstellen.

Vor diesem Hintergrund haben wir am 11. Mai 2026 mit rund 65 Teilnehmenden ein erstes Webinar durchgeführt, in dem sich das Unternehmen talque als spezialisierter Anbieter für digitale, vor Ort digital unterstützte und hybride Versammlungsformate vorgestellt hat. Als erfahrener Anbieter – der unter anderem die hybride Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund im Jahr 2024 begleitet hat – reicht das Leistungspaket von talque von der Einladung über die Akkreditierung bis hin zur Abstimmung und sauberen Protokollierung und deckt damit den gesamten Durchführungsprozess ab. Auch eine digitale Unterstützung für Präsenzveranstaltungen ist im Portfolio des Unternehmens enthalten.

Wenn Sie sich zu digitalen oder hybriden Generalversammlungen grundsätzlich austauschen möchten oder einen Kontakt zu talque wünschen, melden Sie sich gerne bei Dr. Stefan Touchard.

Hinweis: Die Vorstellung erfolgte im Rahmen unserer Webinar-Reihe und diente der Information und Orientierung. Daraus ergibt sich kein Angebot des Genoverbands e.V. und keine Kooperation oder Empfehlung für einen bestimmten Anbieter.

Stefan Touchard Profil bild

Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

Aufregender Besuch bei der Schülergenossenschaft Gutenbergwerk eSG in Wiesbaden: Die Tagesthemen-Redaktion kam und drehte für ihre Reportagenreihe „mittendrin“ einen Kurzfilm über den Alltag einer Schülergenossenschaft.

Die Schülergenossenschaft Gutenbergwerk hatte sich im März 2026 an dem Gymnasium gegründet. Seitdem betreiben die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse den seit 15 Jahren bestehenden Schulkiosk genossenschaftlich, das heißt in Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Die Reportage wurde am Mittwoch, 27. Mai in den ARD-Tagesthemen gesendet und ist dort unter diesem Link abrufbar.

Bild: Der Schülerkiosk der Schülergenossenschaft Gutenberg (Foto: Daniela Watzke / Genoverband e.V.)

In ihrer Reportage konzentrieren sich die Redakteure weniger auf das genossenschaftlich-pädagogische Konzept der Gutenwerkberg eSG, dafür jedoch stärker auf den wirtschaftlich-unternehmerischen Aspekt einer Schülergenossenschaft.

So begleitete die Redaktion die 16- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler einen Tag lang zwischen Unterrichtsteilnahme und Kiosk-Arbeit. Sie zeigt, wie die jungen Menschen in einer extra Schulstunde, der sogenannten Koordinations- und Planungsstunde, unter anderem über neue, nachhaltige Produkte für ihren Kiosk, wie Biochips, entscheiden, in der großen Pause den Verkauf von Brötchen und Getränken managen, die Einnahmen überprüfen und am Nachmittag ihren Einkauf organisieren und ihre genossenschaftliche Aufsichtsratssitzung abhalten. Bei den Dreharbeiten interviewt wurde auch Daniela Watzke, Gründungsberaterin des Genoverbandes. Sie sagte: „Unter dem geschützten Dach der Schule lernen die Schülerinnen und Schüler unternehmerisches und genossenschaftliches Handeln, erwerben soziale Kompetenzen und bekommen Finanzbildung – im praktischen Doing.“

Bild: Dreharbeiten der ARD-Tagesthemen am Schulkiosk der Schülergenossenschaft Gutenbergwerk in Wiesbaden (Foto: Daniela Watzke / Genoverband e.V.)

Bundesweit gibt es inzwischen rund 200 Schülergenossenschaften. Schülergenossenschaften sind Schulprojekte, in denen Schülerinnen und Schüler im geschützten Raum der Schule nachhaltige Schülerfirmen gründen und betreiben – und zwar in Anlehnung an die Unternehmensform der Genossenschaft. Dabei werden die jungen Menschen von ihren Schulen wie auch von Partnergenossenschaften und dem Genossenschaftsverband unterstützt.

Schülergenossenschaften sind demokratisch organisiert, verbinden wirtschaftliches Denken und Handeln mit sozialer Verantwortung und bieten Berufsorientierung in der Praxis. Im letzten Jahr hat das Projekt „Schülergenossenschaften – nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erhalten, die vom Bundesbildungsministerium und der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen wurde. www.schuelergeno.de

Daniela Watzke Profil bild

Daniela Watzke

Team-Koordinatorin
Gründungsberatung

  • 069 6978-3181
Stephanie Düker Profil bild

Stephanie Düker

Team-Koordinatorin
Schülergenossenschaften
und Gründungsberatung insb. für Dorfläden, Gastronomie und Energie

  • 0211 16091-4680

Mit dem Beitritt zur Itebo eG setzt der Landkreis Mansfeld-Südharz auf ein genossenschaftliches Modell, um die eigene IT-Beschaffung künftig effizienter zu organisieren. Die 2019 gegründete Einkaufs- und Dienstleistungsgenossenschaft unterstützt Verwaltungen dabei, IT-Güter und digitale Dienstleistungen gebündelt zu beschaffen und über bestehende Rahmenverträge zu beziehen. Gerade für Kommunen ist das attraktiv, weil Ausschreibungen im IT-Bereich häufig komplex, zeitaufwendig und ressourcenintensiv sind. Der Schritt aus Mansfeld-Südharz steht damit für einen pragmatischen Ansatz, Verwaltungsmodernisierung nicht allein, sondern im Verbund voranzutreiben.

Dass dieses kooperative Modell zunehmend an Bedeutung gewinnt, zeigt die Entwicklung der Genossenschaft selbst, die mit rund 180 Mitgliedern aus Landkreisen, Städten und Gemeinden deutschlandweit tätig ist. Für den Landkreis Mansfeld-Südharz verbindet sich mit dem Beitritt deshalb nicht nur ein konkreter Beschaffungsvorteil, sondern auch ein strategisches Signal für mehr Effizienz und Kooperation in der digitalen Verwaltung. Einmal mehr zeigt sich, dass genossenschaftliche Strukturen im öffentlichen Sektor tragfähige Antworten auf die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung geben können.

Zum Beitrag geht es hier

Effizienz allein reicht nicht mehr aus

Effizienz allein reicht heute nicht mehr aus. Unternehmen bewegen sich in einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, Kriegen in Nahost und der Ukraine, volatilen Märkten, Lieferkettenrisiken und wachsendem Regulierungsdruck geprägt ist. Diese Entwicklungen machen deutlich: Wer dauerhaft handlungsfähig bleiben will, muss nicht nur effizient arbeiten, sondern vor allem widerstandsfähiger werden. Resilienz wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen, die Unsicherheit nicht nur aushalten, sondern aktiv steuern wollen.

Lange Zeit stand in vielen Organisationen die Optimierung von Kosten, Prozessen und Beständen im Vordergrund. Schlanke Strukturen, geringe Lagerhaltung und stark verzahnte Lieferketten konnten Wettbewerbsvorteile schaffen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch die Anfälligkeit, wenn einzelne Glieder der Kette ausfallen, Märkte kurzfristig kippen oder regulatorische Anforderungen steigen. Robustheit entsteht deshalb nicht durch maximale Abhängigkeit von einem idealtypischen Ablauf, sondern durch Alternativen, Transparenz und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.

Lieferketten robuster aufstellen

Ein wesentlicher Stellhebel liegt in mehrgleisigen Lieferketten und intelligenten Puffern. Unternehmen sollten kritische Abhängigkeiten systematisch reduzieren und dort Alternativen schaffen, wo Ausfälle besonders gravierende Folgen hätten. Das bedeutet nicht zwangsläufig, überall hohe Sicherheitsbestände aufzubauen. Vielmehr geht es darum, gezielt zu prüfen, an welchen Stellen zusätzliche Bestände oder alternative Bezugsquellen sinnvoll sind und wo das Risiko die damit verbundene Kapitalbindung rechtfertigt.

Resiliente Lieferketten entstehen durch bewusste Entscheidungen: Welche Materialien, Lieferanten oder Regionen sind kritisch? Wo besteht ein hohes Ausfallrisiko? Und welche Optionen stehen zur Verfügung, wenn die bevorzugte Lösung kurzfristig nicht mehr tragfähig ist? Unternehmen, die hier frühzeitig Alternativen schaffen, erhöhen ihre Handlungsfähigkeit deutlich.

Unsicherheit frühzeitig erkennen

Ebenso wichtig ist der Aufbau von Frühwarnsystemen und Szenarien. Unsicherheit lässt sich nicht vollständig vermeiden, aber sie lässt sich besser managen, wenn Unternehmen relevante Entwicklungen frühzeitig erkennen. Leading Indicators, Stresstests und klare Entscheidungsroutinen helfen dabei, Volatilität nicht nur im Nachhinein zu analysieren, sondern aktiv zu steuern.

Entscheidend ist, dass solche Instrumente nicht theoretisch bleiben. Sie müssen in die regelmäßige Unternehmenssteuerung eingebunden werden und konkrete Konsequenzen auslösen können. Wenn bestimmte Schwellenwerte erreicht werden, sollte klar sein, wer entscheidet, welche Maßnahmen geprüft werden und wie schnell reagiert werden muss.

Entscheidungen auf belastbare Daten stützen

Dafür braucht es eine solide Datenbasis. End-to-End-Transparenz ist ein weiterer zentraler Hebel, um Entscheidungen weniger auf Bauchgefühl und stärker auf belastbare Informationen zu stützen. Durchgängige Datenflüsse über Einkauf, Produktion, Logistik und Vertrieb hinweg ermöglichen ein klareres Bild der tatsächlichen Lage.

Je näher diese Informationen an Echtzeit verfügbar sind, desto besser können Unternehmen Engpässe, Verzögerungen oder Nachfrageveränderungen erkennen. Transparenz bedeutet dabei nicht nur, Daten zu sammeln. Entscheidend ist, dass die relevanten Informationen verständlich aufbereitet, miteinander verknüpft und für Entscheidungen nutzbar gemacht werden.

Finanzielle Spielräume sichern

Neben operativer Robustheit spielt finanzielle Resilienz eine entscheidende Rolle. Unternehmen benötigen ausreichend Puffer, um auch in Phasen erhöhter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehören Liquiditätspuffer, eine konsequente Working-Capital-Disziplin und ein klarer Blick auf Covenants. Ebenso wichtig ist eine proaktive Kommunikation mit Banken.

Finanzielle Stabilität entsteht nicht erst in der Krise, sondern durch vorausschauende Steuerung. Wer Risiken früh erkennt, Liquidität aktiv plant und Finanzierungspartner rechtzeitig einbindet, schafft bessere Voraussetzungen, um auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Organisationen beweglicher machen

Resilienz ist jedoch nicht allein eine Frage von Lieferketten, Daten oder Finanzen. Sie hängt auch stark von der Organisation selbst ab. Organisationelle Wendigkeit beschreibt die Fähigkeit, Strukturen so auszurichten, dass schnelle Anpassungen möglich werden. Cross-funktionale Teams, klare Verantwortlichkeiten und schnelle Iterationen können dazu beitragen, starre Planungslogiken zu überwinden.

Gerade in dynamischen Situationen ist es häufig wichtiger, zügig tragfähige Entscheidungen zu treffen und diese bei Bedarf nachzuschärfen, als an starren Jahresplänen festzuhalten. Wendige Organisationen schaffen Klarheit darüber, wer wofür verantwortlich ist, wie Informationen fließen und wie Entscheidungen auch unter Unsicherheit getroffen werden.

Resilienz als kontinuierlicher Managementansatz

Der Weg zu mehr Resilienz beginnt mit einer nüchternen Bestandsaufnahme. Unternehmen sollten prüfen, wo ihre größten Abhängigkeiten liegen, welche Risiken besonders relevant sind und welche Bereiche im Ernstfall die Handlungsfähigkeit am stärksten beeinträchtigen würden. Darauf aufbauend lassen sich gezielte Maßnahmen ableiten: alternative Lieferanten, definierte Sicherheitsbestände, Frühwarnindikatoren, bessere Datenflüsse, finanzielle Puffer oder neue Entscheidungsroutinen.

Wichtig ist, Resilienz nicht als einmaliges Projekt zu verstehen. Sie ist ein kontinuierlicher Managementansatz, der regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden muss. Der zentrale Perspektivwechsel lautet: Effizienz bleibt wichtig, aber sie darf nicht zulasten der Widerstandsfähigkeit gehen. Unternehmen, die ausschließlich auf kurzfristige Optimierung setzen, laufen Gefahr, bei externen Schocks zu wenig Spielraum zu haben. Wer dagegen Effizienz und Resilienz bewusst ausbalanciert, stärkt seine Fähigkeit, auch in unsicheren Zeiten stabil zu bleiben und Chancen zu nutzen.

Widerstandsfähigkeit als Wettbewerbsfaktor

In einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, volatilen Märkten, Lieferkettenrisiken und regulatorischem Druck geprägt ist, wird diese Balance zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Resilienz bedeutet nicht, jede Entwicklung vorhersehen zu können. Sie bedeutet, vorbereitet zu sein, wenn sich Rahmenbedingungen verändern.

Unternehmen, die Alternativen schaffen, Risiken früh erkennen, Entscheidungen auf transparente Daten stützen, finanzielle Spielräume sichern und ihre Organisation beweglich halten, erhöhen ihre Robustheit deutlich. Damit wird Widerstandsfähigkeit nicht zum Gegensatz von Effizienz, sondern zu ihrer notwendigen Ergänzung. Denn in der aktuellen Lage zählt nicht nur, wie schlank ein Unternehmen aufgestellt ist, sondern vor allem, wie gut es mit Unsicherheit umgehen kann.

Mit unseren aktuellen Positionspapieren zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bündeln wir die zentralen Forderungen der Genossenschaften im Land – aus Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen über Verkehr und Logistik bis hin zu Kredit-, Landwirtschafts- und Energiegenossenschaften. Die Positionspapiere zeigen, was es jetzt braucht, um kooperative Strukturen zu stärken, Bürokratie abzubauen und Zukunftsinvestitionen in Mecklenburg-Vorpommern uns Sachsen zu ermöglichen.

Informieren Sie sich gerne unter den folgenden Links:

Positionspapiere zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt | Genoverband e.V.

Genossenschaftliche Positionen zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern | Genoverband e.V.

Marco Schulz wird zum 30. Juni 2026 aus seinem Amt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genoverbands auf eigenen Wunsch ausscheiden. Nach mehr als zehn Jahren im Vorstand des Genoverbands hat er sich entschieden neue Wege außerhalb der Verbandsfamilie zu gehen. Der Personalausschuss des Verbandsrates hat einer Aufhebung des Vertrages zu diesem Datum zugestimmt.

Marco Schulz hat die Entwicklung der Verbandsfamilie über 27 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen begleitet. Er ist seit 1999 in der Verbandsfamilie tätig und gehört seit 2016 dem Vorstand des Genoverbands an. Zuletzt verantwortete er die Prüfung und Betreuung Banken sowie die Service-Einheiten Personal, IT und Risk & Compliance.

Vorstand und Verbandsrat danken Marco Schulz ausdrücklich für sein langjähriges Engagement für den Genoverband. Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender, sagt: „Marco Schulz hat die Entwicklung der Verbandsfamilie über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet und geprägt. In seiner Amtszeit hat er dazu beigetragen, den Genoverband und seine Tochterunternehmen unternehmerisch für die Zukunft aufzustellen und das Leistungsangebot insbesondere für Banken und Agrargenossenschaften weiterzuentwickeln.“ Christoph Ochs, Vorsitzender des Verbandsrates, ergänzt: „Wir bedauern das Ausscheiden von Marco Schulz aus der Verbandsfamilie sehr. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der genossenschaftlichen Gruppe hat er bei unternehmerischen Entscheidungen stets auch das Wohl unserer Mitglieder im Blick behalten.“

Bis zu seinem Ausscheiden wird Marco Schulz seine Aufgaben weiterhin wahrnehmen. Der Personalausschuss des Verbandsrates wird sich zeitnah mit der zukünftigen Aufstellung des Verbandsvorstandes befassen.

(Fotocredit: Genoverband e. V.)

Die AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH firmiert seit dem 20.05.2026 unter dem neuen Namen AWADO Mittelstandsberatung GmbH. Mit der Umfirmierung macht die zum Netzwerk des Genoverband e. V. gehörende Gesellschaft ihren gewachsenen, ganzheitlichen Beratungsansatz für mittelständische Unternehmen branchenübergreifend sichtbar. Die Geschäftsführung liegt weiterhin bei Ralf‑Dieter Lewin und Christoph Gottwald.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU Pay Transparency Directive, EUPTD) soll Entgeltdiskriminierung am Arbeitsplatz bekämpft und die als Gender Pay Gap bekannte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen werden. Sie bringt neue Pflichten für Genossenschaften mit sich und erfordert frühzeitige Anpassungen von Vergütungsstrukturen und internen Prozessen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Morgenroutine. Kaffee, Kalender, Videokonferenzen. Dann ein Anruf aus dem Krankenhaus. Die eigene Mutter wird früher entlassen als geplant. Plötzlich prasseln Fragen ein? Mit ihrer Verletzung kann sie doch unmöglich allein nach Hause zurück. Wer organisiert die Versorgung?

Wenn ein Elternteil, Partner, eine Partnerin oder eine andere nahestehende Person plötzlich Unterstützung braucht, verändert sich das Leben oft von einem Tag auf den anderen. In solchen Momenten sind Orientierung, verlässliche Informationen und ein offenes Ohr besonders wichtig.

Genau hier setzt die Familiengenossenschaft an. Sie bietet Mitarbeitenden digitale oder telefonische Einzelberatungen zu Themen wie Elternschaft, Trauer, mentale Gesundheit und Pflege. In der offenen Sprechstunde erhalten pflegende Angehörige sowie Eltern Unterstützung, etwa wenn sich Fragen rund um Pflegeorganisation stellen oder wenn bei Familien der Übergang von der Kita in die Schule bevorsteht.

Darüber hinaus vermitteln Online-Seminare wertvolles Wissen zu lebensnahen Themen. Fachexpertinnen und -experten sprechen beispielsweise über „Väter - zwischen Job und Sorgearbeit“ oder stärken Frauen mit Angeboten wie „Own your Cycle - mit Zykluswissen zu mehr Power im Job“. Im Seminar „Digitale Assistenten in der Pflege“ wird zudem gezeigt, wie technische Unterstützung dazu beitragen kann, Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten.

Inzwischen gehören bundesweit rund 100 Unternehmen und Genossenschaften mit rund 30.000 Mitarbeitenden der Familiengenossenschaft an. Sie entlastet Personalverantwortliche und ihre Mitarbeitenden mit effektiven Modulen für ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement und erhöht die Arbeitgeberattraktivität.

Ihre Genossenschaft interessiert sich die Familiengenossenschaft? Gerne stellt Vorständin Lisa Westrich die Leistungen kostenlos und unverbindlich in einem Erstgespräch vor.

Lisa Westrich
Vorständin und Ansprechpartnerin
Tel.: 0251 149 132 52
E-Mail:

Über die Familiengenossenschaft:
Die Familien­genossen­schaft wurde vor mehr als einer Dekade von Unter­nehmen für Unter­nehmen gegründet. Sie steht für ein modernes, solidarisches Mit­einander, das tief in den Werten der Familiengenossenschaft verwurzelt ist: Menschlich­keit, Verlässlich­keit, Gemeinschafts­sinn und Förder­nutzen. Als Genossen­schaft bündelt sie die Stärke vieler, um Unter­nehmen dabei zu unterstützen, die Vereinbar­keit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeitenden zu erleichtern. Dabei ist die Familien­genossen­schaft die zusätzliche Ressource für Vereinbar­keit von Berufs- und Privatleben, Pflege, physische und mentale Gesund­heit. Eine Mitgliedschaft bei der Familiengenossenschaft erhöht die Arbeitgeberattraktivität, die Familien der Mitarbeitenden profitieren von der professionellen Begleitung.

Bild: Angebotsspektrum der Familiengenossenschaft (Quelle: Familiengenossenschaft der Regionen e.V.)

Juni 2026 (Online-Kurs) | September 2026 (Karlsruhe/Münster/Rastede)
Geprüfter Handelsfachwirt (IHK) I 22 Tage Präsenz oder online
Starten Sie jetzt Ihre Weiterbildung zum Handelsfachwirt (IHK) und öffnen Sie sich den Weg zu mehr Verantwortung, besseren Karrierechancen und einer gefragten Expertenrolle im Handel.
Weitere Informationen & Anmeldung

28.10.2026
Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften – Modul 1 Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftung
Die Herausforderungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit in Vorstand und Aufsichtsrat einer Genossenschaft sind beachtlich gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, dass sich künftige oder derzeitige Vorstands- beziehungsweise Aufsichtsratsmitglieder genau mit ihrem Aufgabenspektrum vertraut machen, als auch Rechte und Pflichten kennen.
Weitere Informationen & Anmeldung

25.06.2026
Webinar: EU-Entgelttransparenzrichtlinie – Was der Mittelstand jetzt wissen und umsetzen muss
Die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie stellt sämtliche Arbeitgeber vor neue rechtliche und organisatorische Herausforderungen. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede transparenter zu machen und Lohndiskriminierung wirksam zu verhindern. Spätestens bis zum 7. Juni 2026 müssen die neuen Vorgaben in nationales Recht umgesetzt und von den Arbeitgebern eingehalten werden.
Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor der Frage: Sind wir betroffen? Welche Pflichten kommen auf uns zu? Und wie setzen wir die Anforderungen effizient und praxisnah um, ohne unnötigen Verwaltungsaufwand?
In diesem Webinar erhalten Sie einen kompakten und verständlichen Überblick über die EUEntgelttransparenzrichtlinie, ihre Auswirkungen und konkrete Handlungsempfehlungen für eine strukturierte Umsetzung.
Weitere Informationen & Anmeldung

27.-28.10.2026
Vom Kollegen zur Führungskraft: Den Rollenwechsel erfolgreich meistern
Der Schritt von der Kollegin beziehungsweise dem Kollegen zur Führungskraft bedeutet einen tiefgreifenden Rollenwechsel. Dieses zweitägige Seminar richtet sich an neue Führungskräfte im bisherigen Team und unterstützt sie dabei, sich in ihrer neuen Rolle sicher zu positionieren.
Im Fokus stehen typische Herausforderungen wie veränderte Erwartungen, Nähe und Distanz, Unsicherheit sowie der Aufbau von Autorität ohne Beziehungsverlust. Praxisfälle, Reflexion und individuelle Strategien helfen, Klarheit im Auftreten zu gewinnen.
Ziel ist es, die Führungsrolle bewusst anzunehmen und tragfähige Arbeitsbeziehungen zu gestalten.
Weitere Informationen & Anmeldung

12.-13.11.2026
Umsätze werden im Vertrieb geschrieben – Betriebsergebnisse und Gewinne für das Unternehmen werden in der Verhandlung realisiert
Erfolgreiche Verhandlungen sind entscheidend für unternehmerischen Erfolg – ob mit Kunden, Lieferanten, Partnern oder intern.
Das Seminar vermittelt grundlegende Methoden der Verhandlungsführung. Sie reflektieren Ihren eigenen Stil, entwickeln ihn weiter und lernen, auch in schwierigen Gesprächen souverän zu agieren. Ziel ist es, konstruktive Lösungen zu erreichen und tragfähige Vereinbarungen zu erzielen.
Weitere Informationen & Anmeldung

Hier finden Sie unsere wichtigsten Termine für die kommenden Wochen.

Das könnte Sie auch interessieren

Alle anzeigen