mit der zweiten Ausgabe unseres Newsletters „Verkehr & Logistik“ möchten wir Sie wieder bei Themen und Entwicklungen mitnehmen, die unsere Fachvereinigung bewegen. Diese Ausgabe spannt den Bogen von digitalen und hybriden Generalversammlungen über aktuelle rechtliche Entwicklungen im Personenbeförderungsmarkt bis hin zu Einblicken in Projekte, die zeigen, wie vielfältig genossenschaftliches Handeln in der Praxis wirkt.
Gerade diese Mischung macht den genossenschaftlichen Blick auf die Themenbereiche Verkehr und Logistik derzeit besonders spannend. Dabei rücken neben fachlichen Entwicklungen und praktischen Lösungen auch neue Formen der Zusammenarbeit, der Organisation und der Vernetzung immer stärker in den Mittelpunkt. Mit unserem Newsletter möchten wir solche Themen für Sie bündeln, einordnen und mit relevanten Informationen aus dem Verbandsumfeld verbinden.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, wenn Sie auch diese Ausgabe nicht nur als kompakten Überblick betrachten, sondern als Impuls für den weiteren Austausch nutzen. Wenn Sie Themenhinweise, Praxisbeispiele oder Anregungen für kommende Ausgaben haben, kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu!
Ihr Team aus dem Themenbereich „Verkehr & Logistik“
Für Ihre Terminplanung möchten wir Sie bereits jetzt auf die Fachversammlung der Fachvereinigung „Verkehr & Logistik“ am 9. und 10. September 2026 in Dresden aufmerksam machen. Mit der Veranstaltung möchten wir allen Mitgliedern des ehemaligen Prüfungsverbandes der Deutschen Verkehrs-, Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften e.V. sowie allen neuen Mitgliedern der jetzigen Fachvereinigung Verkehr & Logistik die Gelegenheit geben, sich in Präsenz zu aktuellen Entwicklungen der Branche auszutauschen, den fachlichen Dialog zu pflegen und unser Netzwerk weiter zu stärken.
Ausrichter der Fachversammlung ist die M4Energy in Dresden. Weitere Informationen zum Ablauf sowie die offiziellen Einladungsunterlagen lassen wir Ihnen rechtzeitig zukommen. Wir freuen uns schon heute darauf, Sie im September in Dresden begrüßen zu dürfen.
Digitale und hybride Generalversammlungen sind spätestens seit der letzten Novelle des Genossenschaftsgesetzes ein Thema, das viele Genossenschaften umtreibt. Und das zu Recht.: Als oberstes Willensbildungs- und Entscheidungsorgan müssen Generalversammlungen beispielsweise geheime Wahlen, satzungsrelevante Beschlüsse und eine revisionsfähige Dokumentation rechtskonform abbilden können. Gerade bei digitalen oder hybriden Formaten zeigen sich dabei bisweilen Fallstricke, die eine professionelle Herangehensweise nötig machen. In einer losen Folge möchten wir unseren Mitgliedern interessante Anbieter von digitalen Lösungen zu akzeptablen Konditionen vorstellen.
Vor diesem Hintergrund haben wir am 11. Mai 2026 mit rund 65 Teilnehmenden ein erstes Webinar durchgeführt, in dem sich das Unternehmen talque als spezialisierter Anbieter für digitale, vor Ort digital unterstützte und hybride Versammlungsformate vorgestellt hat. Als erfahrener Anbieter – der unter anderem die hybride Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund im Jahr 2024 begleitet hat – reicht das Leistungspaket von talque von der Einladung über die Akkreditierung bis hin zur Abstimmung und sauberen Protokollierung und deckt damit den gesamten Durchführungsprozess ab. Auch eine digitale Unterstützung für Präsenzveranstaltungen ist im Portfolio des Unternehmens enthalten.
Wenn Sie sich zu digitalen oder hybriden Generalversammlungen grundsätzlich austauschen möchten oder einen Kontakt zu talque wünschen, melden Sie sich gerne bei Dr. Stefan Touchard.
Hinweis: Die Vorstellung erfolgte im Rahmen unserer Webinar-Reihe und diente der Information und Orientierung. Daraus ergibt sich kein Angebot des Genoverband e.V. und keine Kooperation oder Empfehlung für einen bestimmten Anbieter.
Dr. Stefan Touchard
Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel
Aufregender Besuch bei der Schülergenossenschaft Gutenbergwerk eSG in Wiesbaden: Die Tagesthemen-Redaktion kam und drehte für ihre Reportagenreihe „mittendrin“ einen Kurzfilm über den Alltag einer Schülergenossenschaft.
Die Schülergenossenschaft Gutenbergwerk hatte sich im März 2026 an dem Gymnasium gegründet. Seitdem betreiben die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse den seit 15 Jahren bestehenden Schulkiosk genossenschaftlich, das heißt in Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Die Reportage wurde am Mittwoch, 27. Mai, in den ARD-Tagesthemen gesendet und ist dort unter diesem Link abrufbar.
Der Schülerkiosk der Schülergenossenschaft Gutenberg (Foto: Daniela Watzke / Genoverband e.V.)
In ihrer Reportage konzentrieren sich die Redakteure weniger auf das genossenschaftlich-pädagogische Konzept der Gutenwerkberg eSG, dafür jedoch stärker auf den wirtschaftlich-unternehmerischen Aspekt einer Schülergenossenschaft.
So begleitete die Redaktion die 16- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler einen Tag lang zwischen Unterrichtsteilnahme und Kiosk-Arbeit. Sie zeigt, wie die jungen Menschen in einer extra Schulstunde, der sogenannten Koordinations- und Planungsstunde, unter anderem über neue, nachhaltige Produkte für ihren Kiosk, wie Biochips, entscheiden, in der großen Pause den Verkauf von Brötchen und Getränken managen, die Einnahmen überprüfen und am Nachmittag ihren Einkauf organisieren und ihre genossenschaftliche Aufsichtsratssitzung abhalten. Bei den Dreharbeiten interviewt wurde auch Daniela Watzke, Gründungsberaterin des Genoverbandes. Sie sagte: „Unter dem geschützten Dach der Schule lernen die Schülerinnen und Schüler unternehmerisches und genossenschaftliches Handeln, erwerben soziale Kompetenzen und bekommen Finanzbildung – im praktischen Doing.“
Dreharbeiten der ARD-Tagesthemen am Schulkiosk der Schülergenossenschaft Gutenbergwerk in Wiesbaden (Foto: Daniela Watzke / Genoverband e.V.)
Bundesweit gibt es inzwischen rund 200 Schülergenossenschaften. Schülergenossenschaften sind Schulprojekte, in denen Schülerinnen und Schüler im geschützten Raum der Schule nachhaltige Schülerfirmen gründen und betreiben – und zwar in Anlehnung an die Unternehmensform der Genossenschaft. Dabei werden die jungen Menschen von ihren Schulen wie auch von Partnergenossenschaften und dem Genossenschaftsverband unterstützt.
Schülergenossenschaften sind demokratisch organisiert, verbinden wirtschaftliches Denken und Handeln mit sozialer Verantwortung und bieten Berufsorientierung in der Praxis. Im letzten Jahr hat das Projekt „Schülergenossenschaften – nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erhalten, die vom Bundesbildungsministerium und der Deutschen UNESCO-Kommission verliehen wurde.www.schuelergeno.de
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 3. Juni 2026 die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagenanbieter wie Uber bestätigt und damit für mehr Klarheit im Personenbeförderungsmarkt gesorgt. Ausgangspunkt war die Klage einer Kölner Taxigenossenschaft gegen ein Unternehmen, das Fahrten über UberX vermittelt. Die klagende Genossenschaft sah darin einen Verstoß gegen geltendes Recht, da Fahrzeuge nach abgeschlossenen Fahrten im öffentlichen Raum auf neue Aufträge warteten.
Der BGH stellte klar, dass Mietwagen nach jeder Fahrt grundsätzlich unverzüglich zu ihrem Betriebssitz zurückkehren müssen – es sei denn, es liegt bereits ein Folgeauftrag vor. Damit bestätigten die Richter die Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes. Zentrale Begründung ist die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen zwischen Taxi- und Mietwagenverkehr. Während Taxis mitunter strengen Pflichten unterliegen, dürfen sie im Gegenzug im öffentlichen Raum auf Fahrgäste warten. Mietwagen hingegen haben mehr Freiheiten, müssen aber die Rückkehrpflicht beachten.
Das Urteil stärkt damit die bestehende Systemtrennung und verhindert, dass Mietwagen faktisch wie Taxis agieren. Für Taxi-Genossenschaften ist dies eine wichtige Bestätigung ihrer Rolle im Markt und eine Stärkung im Wettbewerb mit Plattformanbietern. Zugleich hat der BGH klargestellt, dass die Rückkehrpflicht weder gegen das Grundgesetz noch gegen europäisches Recht verstößt.
In der Praxis bleibt die Einhaltung der Regel jedoch herausfordernd, da Verstöße schwer zu kontrollieren sind und eine konsequente Überwachung erfordern. Kritik kommt von Plattformanbietern, die zusätzliche Kosten und ökologische Nachteile durch Leerfahrten sehen. Dennoch sendet das Urteil ein klares Signal: Wettbewerb im Mobilitätsmarkt braucht verlässliche Regeln. Für Verkehrs- und Logistikgenossenschaften schafft die Entscheidung damit mehr Rechtssicherheit und stärkt ihre Position im sich wandelnden Mobilitätsumfeld.
Der aktuelle Branchenbericht des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) bietet einen kompakten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der Branche im Jahr 2024. Er macht deutlich, dass sich viele Betriebe weiterhin stabil entwickeln, gleichzeitig aber steigende Kosten, der Fachkräftemangel und ein wachsender Investitionsbedarf die Spielräume zunehmend einengen. Wer sich einen fundierten Überblick über die zugrunde liegenden Kennzahlen verschaffen und erfahren möchte, welche Trends den Karosserie- und Fahrzeugbau derzeit besonders prägen, findet im Bericht eine lesenswerte Einordnung.
„Wir kurieren Hamburg und die Welt.“ So heißt es auf der Startseite der Website von Inline-Kurier. Pünktlich zu ihrer Umwandlung von einem Verein der selbstständigen Kurierfahrer in eine Genossenschaft ist auch der neue Internet-Auftritt online gegangen: inline-kurier.de
„Mit 130 selbständigen Kurieren und bis zu 1.000 Aufträgen täglich sind wir hier in Hamburg Marktführer. Dabei transportieren wir alles – ausgenommen sind nur Menschen und Tiere“, sagt Jan Schulte, eines von drei Vorstandsmitgliedern der Genossenschaft. Jan Schulte arbeitet selbst noch als Kurierfahrer bei der Genossenschaft, organisiert darüber hinaus als Vorstand die Funkzentrale und hält den Kontakt zu den Fahrerinnen und Fahrern. Sein Vorstandskollege Stefan Hübl hat als Vorstandsvorsitzender die gesamte Umwandlung zur Genossenschaft wirtschaftlich, juristisch und steuerlich begleitet. Der dritte Vorstandskollege Malte Spie von Staden kümmert sich vor allem um das Marketing und die Akquisition neuer Aufträge.
Welche Vorteile das genossenschaftliche Modell hat
Alle drei Vorstandsmitglieder arbeiten mit Herzblut seit bis zu 25 Jahren für den damaligen Verein, der nun zur Genossenschaft wurde. Ausschlaggebend für den Rechtsformwechsel vom Verein mit angegliederter GmbH zur Genossenschaft war der Blick in die Zukunft: „Wir sind im Laufe eines Vierteljahrhunderts sehr gewachsen, die Genossenschaft hilft uns dabei, uns wirtschaftlich solide für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen“, sagt Stefan Hübl. Darüber hinaus sichere das Genossenschaftsmodell den selbständigen Kurierfahrern große Mitbestimmung: Malte Spie von Staden: „Unsere Genossenschaftsmitglieder entscheiden gemeinsam über Preise, das jährliche Budget oder Details in der Funk- und Tourenvermittlung.“ Durch diese von allen Mitgliedern getragene Struktur entstehe eine Unternehmenskultur, die auf Motivation, Transparenz und persönlicher Verantwortung basiere – und die jeden Tag auf Hamburgs Straßen spürbar sei.
Immer auf dem schnellsten Weg zum Kunden – der Buskurier von Inline Kurier (Fotocredit: Kati Jurischka)
Wie alles begann …
Jan Schulte erzählt, wie sich das Erfolgsmodell Inline Kurier entwickelt hat. 1997 schlossen sich 90 Kurierfahrer aus Hamburg in einem Verein zusammen, um mit gebündelten Kräften einen besseren Marktzugang zu erhalten und Einfluss auf die Marktbedingungen – etwa die Preise für Kurierdienste – zu nehmen. Auch für die Kunden sollte dieser Zusammenschluss viele Vorteile bringen: Der Unternehmensname Inline Kurier steht für den Anspruch, Touren immer „in line“ und direkt zu fahren – zur größtmöglichen Optimierung für Kunden und Kuriere.
Vor allem Agenturen und Verlage setzten auf die schnellen Kuriere innerhalb der Stadt, beispielsweise für Fotoarbeiten, Grafiken oder wichtige Schriftstücke. Doch in Zeiten der Digitalisierung muss auch die Genossenschaft neue Geschäftsmodelle entwickeln, beispielsweise den Transport von Luxusgütern wie Wein vom Händler zum Kunden. Dabei prognostiziert die Genossenschaft innerhalb des Hamburger Stadtgebietes die Zustellung innerhalb von 30-45 Minuten und die Abholung meist in 10-15 Minuten.
Inzwischen übernimmt Inline-Kurier neben Expresslieferungen in Hamburg und darüber hinaus, auch Overnight- und Paketversand für nationale und internationale Sendungen sowie XXL-Expresstransporte – bis hin zu umfangreichen Event-Logistik-Aufträgen.
Inline-Kurier engagiert sich für das Klima
Für all diese Dienstleistungen stehen 130 Kuriere mit 90 PKWs und Transportern sowie 40 Bikes und Cargo Bikes rund um die Uhr zur Verfügung. Besonders stolz ist die Genossenschaft darauf, mit der größten Fahrradkurierflotte in Hamburg zu arbeiten. Durch dieses Klima-Engagement wurde das Unternehmen bereits mit dem Umweltkurier-Siegel ausgezeichnet.
Und welche Kurierfahrt war bisher der ungewöhnlichste? Jan Schulte erinnert sich sofort: „Vor einigen Jahren habe ich per Fahrradkurier und sozusagen als Amor eine Videokassette mit einem Heiratsantrag an eine junge Frau an ihrem Arbeitsplatz überbracht.“ Ob sie den Heiratsantrag angenommen hat, konnte Jan Schulte leider nie erfahren.
Mit unseren aktuellen Positionspapieren zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bündeln wir die zentralen Forderungen der Genossenschaften im Land – aus Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen über Verkehr und Logistik bis hin zu Kredit-, Landwirtschafts- und Energiegenossenschaften. Die Positionspapiere zeigen, was es jetzt braucht, um kooperative Strukturen zu stärken, Bürokratie abzubauen und Zukunftsinvestitionen in Mecklenburg-Vorpommern uns Sachsen zu ermöglichen.
Informieren Sie sich gerne unter den folgenden Links:
Pressefoto Marco Schulz (Fotocredit: Genoverband e. V.)
Marco Schulz wird zum 30. Juni 2026 aus seinem Amt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genoverbands auf eigenen Wunsch ausscheiden. Nach mehr als zehn Jahren im Vorstand des Genoverbands hat er sich entschieden neue Wege außerhalb der Verbandsfamilie zu gehen. Der Personalausschuss des Verbandsrates hat einer Aufhebung des Vertrages zu diesem Datum zugestimmt.
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Marco Schulz hat die Entwicklung der Verbandsfamilie über 27 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen begleitet. Er ist seit 1999 in der Verbandsfamilie tätig und gehört seit 2016 dem Vorstand des Genoverbands an. Zuletzt verantwortete er die Prüfung und Betreuung Banken sowie die Service-Einheiten Personal, IT und Risk & Compliance.
Vorstand und Verbandsrat danken Marco Schulz ausdrücklich für sein langjähriges Engagement für den Genoverband. Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender, sagt: „Marco Schulz hat die Entwicklung der Verbandsfamilie über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet und geprägt. In seiner Amtszeit hat er dazu beigetragen, den Genoverband und seine Tochterunternehmen unternehmerisch für die Zukunft aufzustellen und das Leistungsangebot insbesondere für Banken und Agrargenossenschaften weiterzuentwickeln.“ Christoph Ochs, Vorsitzender des Verbandsrates, ergänzt: „Wir bedauern das Ausscheiden von Marco Schulz aus der Verbandsfamilie sehr. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der genossenschaftlichen Gruppe hat er bei unternehmerischen Entscheidungen stets auch das Wohl unserer Mitglieder im Blick behalten.“
Bis zu seinem Ausscheiden wird Marco Schulz seine Aufgaben weiterhin wahrnehmen. Der Personalausschuss des Verbandsrates wird sich zeitnah mit der zukünftigen Aufstellung des Verbandsvorstandes befassen.
Mit der Fachratssitzung am 20. April 2026 wurden wichtige Weichen für die weitere Entwicklung der Fachvereinigung Verkehr & Logistik gestellt. Im Mittelpunkt standen die organisatorische Weiterentwicklung innerhalb des Genoverbands, die künftige stärkere inhaltliche Fokussierung auf die Kernbranchen Verkehr und Logistik sowie personelle Veränderungen im Betreuungsteam. Zudem wurde Stephan Böschemeier, Vorstand der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG, einstimmig in den Fachrat kooptiert. Mit der neuen Ausrichtung soll das Profil der Fachvereinigung weiter geschärft und der Mehrwert für die Mitgliedsunternehmen noch gezielter ausgebaut werden.
Darüber hinaus prägten zentrale Zukunftsthemen die Sitzung: von politischer Interessenvertretung über Nachhaltigkeitsberichterstattung bis hin zu Qualifizierung und Künstlicher Intelligenz in der Unternehmenspraxis. Deutlich wurde, dass Themen wie Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen, ESG-Transparenz und digitale Kompetenzen für die Branche weiter an Bedeutung gewinnen. Die Beiträge machten zugleich sichtbar, welche konkreten Unterstützungs- und Beratungsangebote der Genoverband seinen Mitgliedern in diesen Feldern bereits heute bietet.
Die AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH firmiert seit dem 20.05.2026 unter dem neuen Namen AWADO Mittelstandsberatung GmbH. Mit der Umfirmierung macht die zum Netzwerk des Genoverband e. V. gehörende Gesellschaft ihren gewachsenen, ganzheitlichen Beratungsansatz für mittelständische Unternehmen branchenübergreifend sichtbar. Die Geschäftsführung liegt weiterhin bei Ralf‑Dieter Lewin und Christoph Gottwald.
Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU Pay Transparency Directive, EUPTD) soll Entgeltdiskriminierung am Arbeitsplatz bekämpft und die als Gender Pay Gap bekannte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen werden. Sie bringt neue Pflichten für Genossenschaften mit sich und erfordert frühzeitige Anpassungen von Vergütungsstrukturen und internen Prozessen.
Morgenroutine. Kaffee, Kalender, Videokonferenzen. Dann ein Anruf aus dem Krankenhaus. Die eigene Mutter wird früher entlassen als geplant. Plötzlich prasseln Fragen ein? Mit ihrer Verletzung kann sie doch unmöglich allein nach Hause zurück. Wer organisiert die Versorgung?
Wenn ein Elternteil, ein Partner, eine Partnerin oder eine andere nahestehende Person plötzlich Unterstützung braucht, verändert sich das Leben oft von einem Tag auf den anderen. In solchen Momenten sind Orientierung, verlässliche Informationen und ein offenes Ohr besonders wichtig.
Genau hier setzt die Familiengenossenschaft an. Sie bietet Mitarbeitenden digitale oder telefonische Einzelberatungen zu Themen wie Elternschaft, Trauer, mentale Gesundheit und Pflege. In der offenen Sprechstunde erhalten pflegende Angehörige sowie Eltern Unterstützung, etwa wenn sich Fragen rund um Pflegeorganisation stellen oder wenn bei Familien der Übergang von der Kita in die Schule bevorsteht.
Darüber hinaus vermitteln Online-Seminare wertvolles Wissen zu lebensnahen Themen. Fachexpertinnen und -experten sprechen beispielsweise über „Väter - zwischen Job und Sorgearbeit“ oder stärken Frauen mit Angeboten wie „Own your Cycle - mit Zykluswissen zu mehr Power im Job“. Im Seminar „Digitale Assistenten in der Pflege“ wird zudem gezeigt, wie technische Unterstützung dazu beitragen kann, Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten.
Inzwischen gehören bundesweit rund 100 Unternehmen und Genossenschaften mit rund 30.000 Mitarbeitenden der Familiengenossenschaft an. Sie entlastet Personalverantwortliche und ihre Mitarbeitenden mit effektiven Modulen für ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement und erhöht die Arbeitgeberattraktivität.
Ihre Genossenschaft interessiert sich die Familiengenossenschaft? Gerne stellt Vorständin Lisa Westrich die Leistungen kostenlos und unverbindlich in einem Erstgespräch vor.
Ansprechpartnerin:
Lisa Westrich
Vorständin und Ansprechpartnerin
Tel.: +49 251 149 132 52
E-Mail:
Über die Familiengenossenschaft:
Die Familiengenossenschaft wurde vor mehr als einer Dekade von Unternehmen für Unternehmen gegründet. Sie steht für ein modernes, solidarisches Miteinander, das tief in den Werten der Familiengenossenschaft verwurzelt ist: Menschlichkeit, Verlässlichkeit, Gemeinschaftssinn und Fördernutzen. Als Genossenschaft bündelt sie die Stärke vieler, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeitenden zu erleichtern. Dabei ist die Familiengenossenschaft die zusätzliche Ressource für Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, für Pflege, physische und mentale Gesundheit. Eine Mitgliedschaft bei der Familiengenossenschaft erhöht die Arbeitgeberattraktivität, die Familien der Mitarbeitenden profitieren von der professionellen Begleitung.
Angebotsspektrum der Familiengenossenschaft (Quelle: Familiengenossenschaft der Regionen e.V.)
Juni 2026 (Online-Kurs) | September 2026 (Karlsruhe/Münster/Rastede) Geprüfter Handelsfachwirt (IHK) I 22 Tage Präsenz oder online
Starten Sie jetzt Ihre Weiterbildung zum Handelsfachwirt (IHK) und öffnen Sie sich den Weg zu mehr Verantwortung, besseren Karrierechancen und einer gefragten Expertenrolle im Handel. Weitere Informationen & Anmeldung
28.10.2026 Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften – Modul 1 Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftung
Die Herausforderungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit in Vorstand und Aufsichtsrat einer Genossenschaft sind beachtlich gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, dass sich künftige oder derzeitige Vorstands- beziehungsweise Aufsichtsratsmitglieder mit ihrem Aufgabenspektrum vertraut machen, als auch Rechte und Pflichten kennen. Weitere Informationen & Anmeldung
25.06.2026 Webinar: EU-Entgelttransparenzrichtlinie – Was der Mittelstand jetzt wissen und umsetzen muss
Die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie stellt sämtliche Arbeitgeber vor neue rechtliche und organisatorische Herausforderungen. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede transparenter zu machen und Lohndiskriminierung wirksam zu verhindern. Spätestens bis zum 7. Juni 2026 müssen die neuen Vorgaben in nationales Recht umgesetzt und von den Arbeitgebern eingehalten werden.
Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor der Frage: Sind wir betroffen? Welche Pflichten kommen auf uns zu? Und wie setzen wir die Anforderungen effizient und praxisnah um, ohne unnötigen Verwaltungsaufwand?
In diesem Webinar erhalten Sie einen kompakten und verständlichen Überblick über die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie, ihre Auswirkungen und konkrete Handlungsempfehlungen für eine strukturierte Umsetzung. Weitere Informationen & Anmeldung
27.-28.10.2026 Vom Kollegen zur Führungskraft: Den Rollenwechsel erfolgreich meistern
Der Schritt von der Kollegin beziehungsweise dem Kollegen zur Führungskraft bedeutet einen tiefgreifenden Rollenwechsel. Dieses zweitägige Seminar richtet sich an neue Führungskräfte im bisherigen Team und unterstützt sie dabei, sich in ihrer neuen Rolle sicher zu positionieren.
Im Fokus stehen typische Herausforderungen wie veränderte Erwartungen, Nähe und Distanz, Unsicherheit sowie der Aufbau von Autorität ohne Beziehungsverlust. Praxisfälle, Reflexion und individuelle Strategien helfen, Klarheit im Auftreten zu gewinnen.
Ziel ist es, die Führungsrolle bewusst anzunehmen und tragfähige Arbeitsbeziehungen zu gestalten. Weitere Informationen & Anmeldung
12.-13.11.2026 Umsätze werden im Vertrieb geschrieben – Betriebsergebnisse und Gewinne für das Unternehmen werden in der Verhandlung realisiert
Erfolgreiche Verhandlungen sind entscheidend für unternehmerischen Erfolg – ob mit Kunden, Lieferanten, Partnern oder intern.
Das Seminar vermittelt grundlegende Methoden der Verhandlungsführung. Sie reflektieren Ihren eigenen Stil, entwickeln ihn weiter und lernen, auch in schwierigen Gesprächen souverän zu agieren. Ziel ist es, konstruktive Lösungen zu erreichen und tragfähige Vereinbarungen zu erzielen. Weitere Informationen & Anmeldung