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Schon 56 % der Deutschen erlebten 2026 „Cash Only“ – 77 % der Volks- und Raiffeisenbanken für Akzeptanzpflicht bargeldloser Zahlungen

  • 05.10.2026
  • Pressemitteilungen

Mehr als jeder Zweite in Deutschland konnte laut einer aktuellen YouGov-Erhebung bis Mitte August dieses Jahres mindestens einmal nicht bargeldlos bezahlen. Darunter sind jedoch viele, denen das in diesem Jahr öfter passiert ist: So geben 39 % an, dies sei bis zu fünf Mal vorgekommen, bei weiteren 17 % liegt diese Zahl noch höher.* Passend dazu sprechen sich in einer Vorstandsbefragung des Genoverband e.V. 77 % der Volks- und Raiffeisenbanken für die Akzeptanzpflicht von Karten- und digitalen Zahlungen aus.**

Eine solche Verpflichtung könnte nach Plänen des Bundesfinanzministers bereits ab Anfang 2027 gesetzlich vorgeschrieben sein. 62 % der Bevölkerung würden dies als Alltagserleichterung sehen, zugleich möchten 49 % – unter Jüngeren sogar ein noch größerer Anteil – gerne häufiger mit Karte oder Smartphone bezahlen. Als Voraussetzungen dafür nennen die Befragten unterschiedliche Faktoren (Mehrfachnennungen möglich): 26 % würden häufiger bargeldlos zahlen, wenn es mehr Möglichkeiten gäbe, 12 % wünschen sich einen besseren Überblick darüber, wo Kartenzahlungen möglich sind. 15 % geben an, häufiger bargeldlos zu bezahlen, wenn sie an der Kasse gleichzeitig Bargeld abheben könnten (sogenannter Cashback-Service). Demgegenüber haben 43 % aktuell nicht den Wunsch, häufiger bargeldlos zu zahlen.

Trotz Smartphone und Karte: Bargeld-Option bleibt den Deutschen wichtig

Währenddessen sind knapp neun von zehn (86 %) Befragte der Meinung, dass die Annahme von Bargeld in Geschäften nicht verweigert werden dürfe. „Das Smartphone und die Karte werden zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt für Bankgeschäfte und Zahlungsverkehr – gleichzeitig bleibt es den Menschen aber auch wichtig, die Option einer Barzahlung zu haben“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende des Genoverbands Michael Hoeck. „Dieses `sowohl als auch´ spiegelt sich in den unterschiedlichen Bedarfsstrukturen der jeweiligen regionalen und lokalen Märkte der Volks- und Raiffeisenbanken. Ihr Ziel ist es – auch unabhängig von gesetzlichen Regelungen – ihren Kundinnen und Kunden Wahlfreiheit zu bieten, damit sie ihre Finanzangelegenheiten auf dem von ihnen bevorzugten Kanal erledigen können. Im Gegensatz zu rein digitalen Wettbewerbern oder Großbanken sind sie deshalb auch überall in der Fläche Garanten für eine entsprechende regionale Infrastruktur mit personenbesetzten Bankstellen, SB-Stellen und Geldautomaten. Diese stationäre Infrastruktur wird kontinuierlich entsprechend der Kundenbedürfnisse angepasst und durch den Ausbau der digitalen Kanäle ergänzt.“ Passend zu den unterschiedlichen Bedarfsstrukturen ist unter den Vorständen der Volks- und Raiffeisenbanken die Befürwortung der Akzeptanzpflicht für bargeldlose Zahlungen in der Stadt mit 86 % noch höher als auf dem Land mit 74 %. Gleichzeitig sind ländlich geprägte Institute im Gegenzug auch mehrheitlich für die verpflichtende Annahme von Zahlungen mit Bargeld bis zu einer bestimmten Höchstgrenze (53 %), wogegen in Städten ansässige Häuser dies wesentlich seltener bejahen (30 %). Daraus resultiert für das 14 Bundesländer umfassende Verbandsgebiet insgesamt, dass der knappen Mehrheit von 49 % Befürwortern der verpflichtenden Annahme von Barzahlungen 46 % gegenüberstehen, die das anders sehen.

Erwartungen der Deutschen zur zukünftigen Bargeldnutzung und die Bedeutung von Geldautomaten aus Sicht der Volks- und Raiffeisenbanken

41 % der Bevölkerung meinen, die persönliche Bargeldnutzung in den nächsten fünf Jahren werde entweder deutlich (20 %) oder zumindest etwas (21 %) abnehmen. Während 47 % denken, sie werde in etwa gleichbleiben, erwarten nur 6 % einen Anstieg. Passend dazu beobachten viele Vorstände der Volks- und Raiffeisenbanken, wie Cashback und bargeldlose Bezahlmethoden sich auf die Nutzung ihrer Geldautomaten auswirken: 46 % geben an, dass weniger Kunden davon Gebrauch machen und 54 %, dass seltener Geld abgehoben wird. 51 % ziehen den Schluss, dass die Bedeutung von Geldautomaten für die Bargeldversorgung abnimmt – wobei dies erheblich mehr für städtische Häuser gilt (67 %) als auf dem Land (48 %). „Der Trend zu bargeldlosen Zahlungen bzw. Cashback und die von der Politik angekündigte Akzeptanzpflicht bedeuten zugleich, dass viele Leistungsanbieter, die bisher nur Barzahlungen angenommen haben, erst die entsprechenden technischen Voraussetzungen schaffen müssen. Die Volks- und Raiffeisenbanken mit ihrem Partnerunternehmen VR Payment können dabei unterstützen“, empfiehlt Michael Hoeck. „Vom Blumenladen um die Ecke bis zum großen Einzelhändler helfen sie, die passende Lösung für alle Bezahlvorgänge zu finden. Ziel müssen Payment-Lösungen für alle Branchen, Unternehmensgrößen und Vertriebswege sein.“

WERO könnte sich aus Sicht der Volks- und Raiffeisenbanken perspektivisch als Bezahllösung etablieren

Die Girocard allein als bargeldlose Bezahlmethode genügt für eine echte Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr allerdings nicht, glauben mehr als zwei Drittel (68 %) der Vorstände der Volks- und Raiffeisenbanken. „Viele Verbraucher verfügen nur über eine internationale Debit- oder Kreditkarte“, erläutert der Vorstandsvorsitzende des Genoverbands. „Perspektivisch könnte sich hier Wero als Lösung etablieren – das bestätigen in unserer Umfrage immerhin 80 % der Mitgliedsbanken.“ Die Bezahllösung der European Payment Initiative EPI ist schon jetzt in der VR Banking App verfügbar, es muss also keine neue App installiert werden. Mit Wero ist es möglich, Geld in Echtzeit von Konto zu Konto übertragen, z.B. um Geld an Freunde zu schicken oder online zu bezahlen. Das Bezahlen im stationären Handel soll künftig möglich sein. In der Umfrage geben die Banken an, dass aus Kundensicht primär die Einfachheit (65 %) für Wero spreche. Aber auch Bequemlichkeit durch die Integration in die gewohnte Umgebung der VR Banking App (54 %), Vertrauen (52 %) und Sicherheit, weil Wero für hohe Aufsichts- und Datenschutzstandards stehe (50 %), sind aus Sicht der Bankvorstände wichtige Vorteile.

* Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 13.08. und 17.08.2026 insgesamt 1.534 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde im Auftrag des Genoverband e.V. durchgeführt.

** Die verwendeten Daten beruhen auf einer repräsentativen Online-Umfrage des Genoverband e.V. unter Bankvorständen der Mitgliedsbanken. Von den 264 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Verbandsgebiet haben sich zwischen dem 31. Juli und dem 21. August 2026 74 % an der Umfrage beteiligt.

Sprechen Sie hierzu gerne an:

Volker Hetterich Profil bild

Dr. Volker Hetterich

Pressesprecher Banken

  • 069 6978-3163

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