- 26.02.2026
- News: Agrargenossenschaften
Newsletter Ausgabe 01/2026
Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2026 hat mit der Grünen Woche deutliche agrarpolitische Akzente…
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Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,
was bewegt Agrargenossenschaften aktuell – auf der agra, im politischen Austausch und im betrieblichen Alltag? In diesem Newsletter informieren wir Sie über „Politik trifft Praxis“, den Fachrat Agrargenossenschaften und die Ausschreibung des Förderpreises „Agrarhelden“, mit dem engagierte Junglandwirtinnen und Junglandwirte gesucht und ausgezeichnet werden.
Wie immer finden Sie auch hier konkrete Tipps und Informationen für die betriebliche Praxis und die wichtigsten Termine, Seminare und Veranstaltungen.
Viel Freude beim Lesen!
Ihr Team Agrargenossenschaften
In diesem Jahr war der Genoverband e.V. zum zweiten Mal mit einem Gemeinschaftsstand gemeinsam mit Volksbanken und Raiffeisenbanken aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der agra vertreten. Der Stand entwickelte sich über alle Messetage hinweg zu einem festen Anlaufpunkt für Mitgliedsbetriebe, Partner und politische Gesprächspartner – mit vielen konkreten Fragen zu Rahmenbedingungen, Förderlogik und Investitionsfähigkeit in der Landwirtschaft und Beratungsleistungen der AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH.
Darüber hinaus zeigten auf der agra 2026 weitere genossenschaftliche Unternehmen deutliche Präsenz – darunter die AGRAVIS Raiffeisen AG und Genießergenossenschaft Sachsen eG.
Die agra ist die zentrale Landwirtschaftsausstellung für Ost- und Mitteldeutschland und bringt Betriebe, Verbände, Politik und Unternehmen zusammen. Neben Technik- und Tierzuchtthemen prägten 2026 vor allem die politischen Debatten zu Förderarchitektur und Wettbewerbsfähigkeit die Gespräche in den Hallen.
Ein Höhepunkt der agra 2026 war das Agrarpolitische Forum mit EU-Agrarkommissar Christophe Hansen. Die Diskussion bot einen direkten Realitätscheck aus der Praxis: Welche Förder- und Regelungslogik braucht es ab 2028, damit Betriebe investieren können, ohne in Auflagen und Antragslogiken zu ersticken – und wie bleibt die europäische Landwirtschaft unter Wettbewerbsdruck resilient? Vor diesem Hintergrund – insbesondere mit Blick auf die anstehenden Weichenstellungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 und die Frage fairer Wettbewerbsbedingungen – positionierte der Genoverband seine Anliegen sichtbar und praxisnah.
Dr. Andreas Eisen brachte für den Genoverband die Perspektive der Agrargenossenschaften ein und rückte die Strukturrealität in Ostdeutschland in den Fokus. Er warnte: „Eine Kappung bei 100.000 Euro gefährdet die Existenz vieler Agrargenossenschaften!“. Dies hatte auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer bei der Eröffnung der agrar 2026 betont, die EU-Agrarförderung, so Kretschmer dürfe nicht zu Lasten der ostdeutschen Landwirtschaft, mit ihren größeren Betrieben und genossenschaftlichen Strukturen gehen, die in bisherigen Plänen benachteiligt würden.
Deutlich wurde: Pauschale Instrumente wie Kappung und Degression würden kooperative Strukturen und Mehrfamilienbetriebe strukturell benachteiligen, ohne die tatsächliche Leistungsfähigkeit, Beschäftigungswirkung und Wertschöpfung vor Ort angemessen abzubilden. Zentraler Appell aus dem Forum an Kommissar Hansen war daher, die GAP-Weiterentwicklung an Praktikabilität, Planungssicherheit und fairer Behandlung aller Betriebsformen auszurichten.
Politische Interessenvertretung
Die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 stand im Mittelpunkt der Gespräche. Die kritische Sicht auf die GAP-Vorschläge der EU-Kommission ist dabei übergreifend. Die Ablehnung von Kappung und Degression und die Orientierung der Förderung an „Bedürftigkeit“ und nicht an Zukunftsfähigkeit, stößt auf großes Unverständnis. In dieser Haltung sind sich Minister Backhaus und Ministerin Schmachtenberg einig. Die Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der kontinuierliche Dialog ist, um tragfähige Rahmenbedingungen für Agrargenossenschaften zu sichern.
Politische Interessenvertretung
Ein wichtiges Signal für Zukunftsorientierung ist die Berufung von Sabine Eidam und Kurt Auerswald als Preisträger des Förderpreises für Junge Landwirte in Agrargenossenschaften den Beirat. Den gesamten Beitrag lesen sie HIER.
Politische Interessenvertretung
Neben einem ausführlichen agrarpolitischen Update bildeten insbesondere die Marktentwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen für Saisonarbeitskräfte sowie ein praxisnaher Bericht zum Sojaanbau wichtige Schwerpunkte der Beratung. Zugleich standen Nachnominierungen für den Fachausschuss Agrargenossenschaften des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an.
Den gesamten Beitrag lesen Sie HIER.
Abteilungsleiterin
Agrar
Der Countdown läuft: Noch bis zum 03.05.2026 können Sie sich bewerben! Bewerben Sie sich – wir freuen uns auf Sie. Die Ausschreibung finden Sie hier.
Marleen Mießner (27) steht für professionelles Management, Nachhaltigkeit und Innovation. Sie ist Spartenleiterin Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit bei der RAISA eG.
Marleens Verbundenheit zur Landwirtschaft ist familiär geprägt: Ihr Vater arbeitet im Landhandel. Der Wunsch, selbst in der Agrarbranche tätig zu sein, entstand früh. Nach ihrer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau bei der RAISA eG absolvierte sie berufsbegleitend bis 2024 ein BWL-Fernstudium mit den Schwerpunkten Agribusiness/Food Business.
Seit 2021 ist sie in ihrer heutigen Position tätig – begleitet von Vorgesetzten, die Entwicklung ermöglicht statt begrenzt haben. Ihr Arbeitsalltag ist geprägt von Projekten, Managementsystemen, Audits, Dokumentation und persönlichem Austausch – etwa zur Hälfte im Büro, zur Hälfte im Außendienst. Besonders wichtig ist ihr dabei der menschliche Faktor: Qualität und Nachhaltigkeit gelingen nur gemeinsam mit den Mitarbeitenden.
Drei Worte für ihre Arbeit: abwechslungsreich, strukturiert, projektbezogen.
Frauen in der Agrarbranche: Fortschritt mit Hürden
Trotz positiver persönlicher Erfahrungen sieht Marleen weiterhin strukturelle Herausforderungen für Frauen. Die Agrarbranche ist vielerorts noch immer männlich dominiert.
Auch die unterschiedliche Bewertung von Verhalten beschäftigt sie: Durchsetzungsstärke wird bei Männern häufig positiv wahrgenommen, während Frauen mit denselben Eigenschaften schneller kritisch beurteilt werden. Das führt nicht selten zu zusätzlichem Leistungsdruck und hohem Perfektionismus. Umso wichtiger sind aus Marleens Sicht der persönliche Austausch in Netzwerken wie Women in Agribusiness oder dem DRV-Frauennetzwerk.
Ihr Rat an junge Frauen ist klar: „Machen, sich trauen – und nicht erst starten, wenn man glaubt, 110 Prozent zu erfüllen.“ Die Landwirtschaft bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten – von Handel und Logistik bis hin zu hoch spezialisierten Fachbereichen.
Familie, Beruf und neue Chancen
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt ein sensibles Thema. „Mit 27 steht man plötzlich vor Entscheidungen, die eigentlich kein Entweder-oder-sein sollten“, sagt Marleen. Während Frauen oft selbstverständlich in der Verantwortung gesehen werden, würden Männer in Elternzeit – vor allem in Führungspositionen – noch immer belächelt.
Gleichzeitig erkennt sie darin auch Chancen: Frauen entwickeln häufig eine hohe Resilienz, setzen Prioritäten klarer und treffen Entscheidungen effizient. „Das ist kein Nachteil – das ist eine Kompetenz.“, sagt sie.
Innovation, Nachhaltigkeit und Zukunft
Frauen bringen nach Marleens Erfahrung besonders kreatives und langfristiges Denken in Unternehmen ein – genau das, was die Landwirtschaft heute dringend braucht. Denn die Herausforderungen sind groß: zunehmende Regulierung, hohe Bürokratie und häufig zu wenig Praxisbezug bei politischen Vorgaben. Nachhaltigkeit müsse umsetzbar sein – im Dialog mit der Branche, nicht am Schreibtisch vorbei.
Blick nach vorn: Die Landwirtschaft 2031
Für die kommenden Jahre wünscht sich Marleen Mießner vor allem:
Fazit: Zukunft der Landwirtschaft ist vielfältig
Frauen wie Marleen Mießner zeigen, wie vielfältig und gestaltbar die Landwirtschaft von morgen ist. 2026 braucht mehr solcher Geschichten – und den Mut, alte Strukturen weiter aufzubrechen.
Beraterin
Was das Urteil für Unternehmen bedeutet und worauf Sie bei der Planung achten sollten, erfahren Sie hier.
Alle wichtigen Änderungen und Praxistipps im Überblick.
Es besteht somit dringender Handlungsbedarf. Was Unternehmen und Arbeitnehmer jetzt beachten müssen lesen Sie hier.
Wie das geht, lesen sie HIER.
Online-Qualifizierung für das Ehrenamt in Genossenschaften 2025 : GenoAkademie
Die Online-Qualifizierung für das Ehrenamt in Genossenschaften 2025 richtet sich an (zukünftige) Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder von Genossenschaften ohne Bankgeschäft. Sie vermittelt grundlegendes Wissen über Aufgaben, Rechte und Pflichten dieser Organe sowie über genossenschaftliches Selbstverständnis, Satzung und Haftungsfragen. Die Inhalte sind über den „Online-Campus“ flexibel abrufbar und werden regelmäßig aktualisiert, ergänzt durch Bonuskapitel zum Jahresabschluss und zur Bonitätsbeurteilung.
Webinar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften - Modul 3 Compliance : GenoAkademie
Die Seminarreihe „Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften“ der vermittelt in fünf Modulen praxisrelevantes Wissen für neue oder zukünftige Mitglieder dieser Gremien. Modul 1 behandelt Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftungsfragen, während Modul 2 sich mit Bilanzierung, Bilanzanalyse und Kennzahlen beschäftigt. Modul 3 widmet sich dem Thema Compliance, Modul 4 führt in das „Integrierte Corporate Governance System“ ein, und Modul 5 beleuchtet IT-Sicherheit und Cyber-Security. Ziel ist es, ehrenamtlich tätige Vorstände und Aufsichtsräte optimal auf ihre verantwortungsvolle Rolle vorzubereiten und rechtlich wie fachlich abzusichern.
Die GenoAkademie bietet eine umfassende Microsoft 365-Produktpalette mit praxisorientierten Online-Seminaren und Trainings für Einsteiger bis Fortgeschrittene. Die Inhalte decken zentrale Anwendungen wie Excel, Word, Outlook, PowerPoint, Teams, OneNote, Access und Power BI ab und vermitteln sowohl Grundlagen als auch vertiefte Funktionen zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Ergänzt wird das Angebot durch Strategie-Webinare und Inhouse-Konzepte, die auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind und auch Themen wie Copilot und kollaboratives Arbeiten integrieren.
Das Seminar „Web-Training & Präsenzvorbereitung: Pflanzenschutz-Sachkundenachweis für Abgeber und Anwender nach § 9 PflSchG“ richtet sich an Personen, die beruflich Pflanzenschutzmittel anwenden, verkaufen oder darüber beraten. Es vermittelt die notwendigen fachlichen Kenntnisse für den Sachkundenachweis und bereitet gezielt auf die mündliche und schriftliche Prüfung durch die zuständige Kammer vor. Die Qualifizierung erfolgt in zwei Teilen: einem zweitägigen Web-Training und einem Präsenzseminar mit anschließendem Prüfungstag. Teilnehmende können sich für die Sachkunde als Abgeber oder zusätzlich auch als Anwender entscheiden.
Online-Seminar: Sachkunde Töten von Wirbeltieren nach § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz : GenoAkademie
Das Online-Seminar „Sachkunde Töten von Wirbeltieren nach § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz“ richtet sich an Personen, die beruflich oder gewerblich im Rahmen der Schädlingsbekämpfung Wirbeltiere betäuben oder töten. Es vermittelt fundiertes Wissen über die Biologie und das Verhalten von Schädlingen, ethische Aspekte der Tötung, gesetzliche Vorgaben sowie Methoden zur Risikominimierung. Nach erfolgreicher Teilnahme und bestandener Prüfung durch einen Amtsveterinär erhalten die Teilnehmenden einen bundesweit anerkannten Sachkundenachweis.
Online-Seminar: Genossenschaftsrecht - Mitgliederverwaltung in Genossenschaften : GenoAkademie
Das Online-Seminar „Genossenschaftsrecht – Mitgliederverwaltung in Genossenschaften“ richtet sich an Vorstände, Geschäftsführungen und Mitarbeitende in der Mitgliederverwaltung von Waren-, Handels-, Agrar- und Dienstleistungsgenossenschaften. Es vermittelt fundiertes Wissen über gesetzliche Grundlagen der Mitgliederbeziehung, das anhand praxisnaher Fälle direkt angewendet wird. Themen sind u. a. der Aufbau der Mitgliederliste, Eintritt und Austritt, Geschäftsanteile, Erbfälle, Unternehmensmitgliedschaften, Insolvenz und Ausschlussverfahren. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre Aufgaben in der Mitgliederverwaltung rechtssicher und ordnungsgemäß auszuführen.
Online-Kurs: Grundlagen der Künstlichen Intelligenz : GenoAkademie
Mit Inkrafttreten des EU AI Act am 2. Februar 2025 sind Unternehmen verpflichtet, sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten, über angemessene Fachkenntnisse verfügen. Artikel 4 der Verordnung stellt die KI-Kompetenz (AI Literacy) in den Mittelpunkt und fordert gezielte Schulungsmaßnahmen zur sicheren, ethischen und rechtskonformen Nutzung von KI-Technologien. Das Web Based Training Ihrer GenoAkademie bietet eine praxisnahe, flexible und rechtskonforme Lösung zur Erfüllung dieser Anforderungen.
Arbeitsrecht - Kompaktkurs : GenoAkademie
Das Arbeitsrecht ist ein wichtiger Bereich des Rechts, der die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern regelt. In diesem 2-tägigen Kompaktkurs werden Ihre alltäglichen arbeitsrechtlichen Fragen beantwortet. Mit hohem Praxisbezug gewinnen Sie Sicherheit in „heiklen” Situationen und kennen Ihr gutes Recht.
Arbeitssicherheit: Veranstaltungen in internen Räumlichkeiten : GenoAkademie
Unser Webinar vermittelt die zentralen Anforderungen und Best Practices rund um Arbeitssicherheit bei Veranstaltungen in internen Räumlichkeiten. Es bietet praktische Orientierung für alle, die Veranstaltungen organisieren, betreuen oder verantworten, und zeigt auf, wie Sicherheitsrisiken effektiv minimiert und reibungslose Abläufe sichergestellt werden können.
Abteilungsleiterin
Agrar
Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2026 hat mit der Grünen Woche deutliche agrarpolitische Akzente…
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Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, es mag uns wieder einmal überraschen, aber das Jahr neigt sich…
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Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, am 11. November sehen wir uns bei der GenoConnect Agrargenossenschaften…
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