- 28.08.2026
- Politik
Neue Vorgaben für Kreditunterlagen und Verbraucherkredite
Gesetzliche Änderungen erhöhen die Offenlegungsschwelle und verschärfen künftig die Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehen
WeiterlesenDie zunehmende Bürokratie belastet die Unternehmen in Deutschland. Die Bundesbank hat hierzu in ihrem Juli-Monatsbericht neue Erkenntnisse veröffentlicht.
Demnach erhöhten sich die Bürokratiekosten für Unternehmen, also der Kostenanstieg durch regulatorische Vorgaben, zwischen 2022 und 2024 von 5 Prozent auf 7 Prozent des Jahresumsatzes. Diese erhebliche Steigerung entspricht einem Anstieg von fast 50 Prozent. Schätzungen zufolge bremste der erhöhte Regulierungsaufwand die Produktivität in den Unternehmen. Vor allem bei kleineren Unternehmen bindet Bürokratie Arbeitskapazität und verdrängt umsatzwirksame Tätigkeiten.
Nach der Umfrage der Bundesbank-Unternehmensstudie (BOPF, Bundesbank-Online-Panel-Firmen) stiegen die Bürokratiekosten in allen Branchen deutlich. Die Finanzindustrie verzeichnete besonders starke Anstiege. Der Sektor verzeichnet weiterhin die höchsten Bürokratiekosten im Verhältnis zum Umsatz, vermutlich aufgrund der umfangreichen Berichtspflichten. Der Anstieg der Bürokratiekosten im Verhältnis zum Umsatz ist in den letzten Jahren in allen Unternehmensgrößenklassen gestiegen.
Die größten Belastungen meldeten die Unternehmen unter anderem bei der Steuer- und Finanzberichterstattung, den Datenschutz- und Privatsphärenvorschriften und dem Arbeitsrecht. Die Regulierungsbelastungen in der Finanzbranche stiegen besonders stark. Dies gilt vor allem für die Steuer- und Finanzberichterstattungen und Datenschutzvorschriften. Gestiegene Vorgaben zu ESG (Environmental, Social and Corporate Governance), verschärfte Anforderungen zur digitalen und operativen Resilienz sowie neue Melde-, Offenlegungs- und Compliancepflichten dürften hier einen wesentlichen Anteil ausmachen.
Der starke Anstieg der Bürokratiekosten über Branchen und Größenklassen hinweg könnte dadurch erklärt werden, dass die Vorschriften tief in betriebliche Abläufe eingreifen. In der Bundesbank-Umfrage wurden 7000 Unternehmen im dritten Quartal 2025 zum Ausmaß und den Ursachen steigender regulatorischer Belastungen befragt.
Angesichts dieser hohen regulatorischen Belastungen setzt sich der Genoverband e.V. im Rahmen der Interessenvertretung konsequent für Bürokratieabbau und praxistaugliche regulatorische Anforderungen bei Banken und Warengenossenschaften ein. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und Freiräume für ihre eigentlichen Geschäftsaktivitäten zu schaffen.
Auch im internationalen Vergleich sind die regulatorischen Belastungen in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen und befinden sich auf einem hohen Niveau. Dies zeigen Umfragen der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie des Verbandes der europäischen Industrie- und Handelskammern (Eurochambers), auf die sich die Bundesbank in ihrem Monatsbericht bezieht.
Senior Referentin
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