Newsletter Fachvereinigung Verkehrs-und Logistikgenossenschaften Ausgabe 03/2026

Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser


das aktuelle Niedrigwasser am Rhein führt derzeit eindrücklich vor Augen, wie eng verlässliche Transportwege, flexible Planung und belastbare Netzwerke mit Wirtschaft, Versorgungssicherheit und Standortstärke verbunden sind. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, welchen Beitrag gut organisierte Logistik und genossenschaftliche Zusammenarbeit leisten können. Diese Ausgabe spannt den Bogen von aktuellen Herausforderungen in der Binnenschifffahrt über Fragen digitaler Lösungen im Taxigewerbe bis hin zu Impulsen für effizientere Güterverkehre. Ergänzt wird der Blick durch Neuigkeiten aus dem Verbandsumfeld, Praxisbeispiele und aktuelle Weiterbildungsangebote.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, wenn Sie auch diese Ausgabe als Impuls für den weiteren Austausch nutzen. Wenn Sie Themenhinweise, Praxisbeispiele oder Anregungen für kommende Ausgaben haben, kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu!

Ihr Team „Verkehr & Logistik“

Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein stellt die Binnenschifffahrt und die angeschlossene Logistik erneut vor erhebliche Herausforderungen. Ein aktueller Beitrag des WDR zeigt am Beispiel der Deutschen Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt eG (DTG) in Duisburg-Ruhrort, wie stark die täglichen Abläufe inzwischen von Pegelständen, verfügbaren Ladekapazitäten und kurzfristiger Umplanung geprägt sind. Jede Fahrt wird zur neuen Rechenaufgabe: Wie viel Ladung kann ein Schiff noch aufnehmen? Welche Kunden müssen prioritär beliefert werden? Und welche Alternativen stehen zur Verfügung, wenn einzelne Relationen nur eingeschränkt bedient werden können?

Für die Wirtschaft an Rhein und Ruhr ist Niedrigwasser weit mehr als ein vorübergehendes Wetterereignis. Der Rhein ist eine zentrale Verkehrsader für Rohstoffe, Massengüter und industrielle Vorprodukte. Sinkende Pegelstände führen dazu, dass Schiffe ihre Ladung deutlich reduzieren müssen oder bestimmte Häfen nicht mehr wie gewohnt anlaufen können. In Duisburg werden deshalb zusätzliche Mengen auf Lkw und Bahn umgeschlagen. Das erhöht den organisatorischen Aufwand, bindet Kapazitäten und kann Transportkosten spürbar steigen lassen.

Gleichwohl zeigt sich gerade in solchen Situationen der Wert genossenschaftlicher Strukturen in der Logistik. Sie ermöglichen es, Kapazitäten zu bündeln, Informationen schnell weiterzugeben und gemeinsam tragfähige Lösungen für Kunden und Mitglieder zu entwickeln. Das Beispiel der DTG macht deutlich: Versorgungssicherheit entsteht nicht allein durch Fahrzeuge, Schiffe oder Infrastruktur, sondern auch durch verlässliche Netzwerke, erfahrene Disposition und die Fähigkeit, unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben.

Zugleich verweist die aktuelle Lage auf einen langfristigen Handlungsbedarf. Niedrigwasserereignisse können wichtige Transportachsen empfindlich treffen und Lieferketten zusätzlich belasten. Unternehmen reagieren bereits mit angepasster Planung, alternativen Verkehrsträgern und neuen Schiffskonzepten. Dauerhaft braucht es jedoch eine leistungsfähige Wasserstraßeninfrastruktur, verlässliche Rahmenbedingungen und abgestimmte Notfallmechanismen, damit Binnenschifffahrt, Schiene und Straße im Krisenfall sinnvoll zusammenspielen. Für Verkehrs- und Logistikgenossenschaften bleibt das Thema damit hoch relevant: Robuste Lieferketten brauchen starke Partner, flexible Systeme und eine Infrastrukturpolitik, die die Bedeutung des Rheins für Wirtschaft und Versorgungssicherheit angemessen berücksichtigt.

Am 22. Juni 2026 fand der Verbandstag des Genoverbandes in digitaler Form statt. Im Mittelpunkt stand der Rückblick auf ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 sowie die konsequente Weiterentwicklung der Verbandsstrategie mit klarem Fokus auf Mitgliederorientierung, Innovation und regionale Nähe. 

Eine Zusammenfassung des digitalen Verbandstages gibt es unter diesem Link.

Digitale und hybride Veranstaltungen gehören inzwischen zum festen Instrumentarium moderner Unternehmens- und Mitgliederkommunikation. Entscheidend für ihren Erfolg ist dabei nicht nur die technische Übertragung, sondern auch ein professionelles Erscheinungsbild, ein verlässlicher Ablauf und vor allem eine Umsetzung, die den Teilnehmenden Orientierung gibt.

Einen Eindruck davon, wie solche Formate professionell realisiert werden können, vermittelte im Mai ein Besuch von Mitarbeitenden aus dem Bereich Beratung und Mitgliederservice im AWADO LIVE-Studio in Rösrath-Forsbach. Vor Ort wurde sichtbar, dass digitale Kommunikation weit mehr ist als Kamera und Konferenztool. Licht, Ton, Regie, Bildführung, Einblendungen und Ablaufplanung greifen ineinander, erzeugen ein stimmiges Zusammenspiel und sorgen letztendlich für eine hochwertige Umsetzung der Veranstaltung.

AWADO Live Studio (Foto: AWADO Live Studios)

AWADO LIVE begleitet unter anderem Videoproduktionen, Live-Streamings, Online-Events, Webinare, digitale Wahlen, Podcasts oder hybride Veranstaltungen. Am Standort Forsbach stehen hierfür unter anderem ein vollautomatisiertes virtuelles Studio sowie ein Hybrid-Studio zur Verfügung. Darüber hinaus gehören auch Live-Produktionen, Aufzeichnungen, Broadcast-Kamerasysteme, UHD-Streamings und ein individueller Setbau zum ausgewiesenen Leistungsumfang.

Willkommensraum in Rösrath-Forsbach (Foto: AWADO Live Studios)

Für Genossenschaften könnte dies insbesondere dort von Interesse sein, wo digitale oder hybride Formate einen verbindlichen und repräsentativen Rahmen benötigen. Das gilt beispielsweise für virtuelle oder hybride Generalversammlungen, bei denen technische Verlässlichkeit und eine professionelle Inszenierung eng zusammenspielen müssen. Der Besuch in Forsbach hat dabei gezeigt, dass diejenigen, die entsprechende Veranstaltungen planen, in den AWADO LIVE-Studios nicht nur die technische Ausrüstung, sondern auch einen professionellen Umsetzungsort mit Erfahrung in der Begleitung anspruchsvoller Formate vorfinden.

Weitere Informationen zum Leistungsspektrum des AWADO LIVE-Studios finden Sie unter diesem Link.

Ansprechpartner:
Georgios Siamopoulos
Telefon: +49 174 61 96 988
E-Mail:

Die optimarl Schülergenossenschaft am Gymnasium im Loekamp in Marl zeigt, wie aus einer guten Idee ein lebendiges Schulprojekt wird, das Wirtschaftskompetenz, Nachhaltigkeit und Mitbestimmung ganz praktisch erfahrbar macht. Unterstützt wird sie dabei von Ihrer Partnergenossenschaft, der Volksbank Marl-Recklinghausen eG.

Zur Erfolgsgeschichte geht es unter diesem Link.

Stefanie Herfort Profil bild

Stefanie Herfort

Beraterin/Mediatorin
Schülergenossenschaften

  • 0211 16091-4679

Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) hat die neue Version ZUGFeRD 2.5.2/Factur-X 1.09.2 veröffentlicht. Das branchenübergreifende Datenformat unterstützt den elektronischen Rechnungsdatenaustausch und steht kostenfrei zur Verfügung.

Die aktualisierte Spezifikation kann ab sofort auf der FeRD-Website unter diesem Link heruntergeladen werden.

Ein aktuelles Diskussionspapier des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung zeigt, dass die Zukunft des Taxigewerbes nicht allein von regulatorischen Rahmenbedingungen und dem Preiswettbewerb mit Plattformanbietern wie Uber oder Bolt abhängt. Ebenso entscheidend ist, ob es der Branche gelingt, auf veränderte Erwartungen der Fahrgäste zu reagieren. Dazu zählen insbesondere eine einfache digitale Buchung, transparente und möglichst vorab bekannte Fahrpreise sowie die Möglichkeit zur bargeldlosen Bezahlung.

Zugleich verfügt das Taxi laut des Papiers weiterhin über wichtige Stärken: Es wird von seinen Nutzerinnen und Nutzern vor allem mit Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und persönlicher Erreichbarkeit verbunden. Insofern besteht die zentrale Aufgabe nicht darin, etablierte Angebote vollständig zu ersetzen. Vielmehr gilt es, bewährte Zugangswege wie die telefonische Bestellung zu erhalten und sinnvoll um digitale Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten zu ergänzen. So können unterschiedliche Kundengruppen erreicht und die besonderen Qualitätsmerkmale des Taxigewerbes zeitgemäß vermittelt werden.

Das Diskussionspapier zeigt damit, dass das Taxigewerbe seine Rolle als verlässliche, sichere und lokal verankerte Mobilitätsdienstleistung weiter stärken kann, wenn es seine traditionellen Stärken mit einfachen und kundenfreundlichen digitalen Prozessen verbindet. Kooperation und gemeinsame technische Lösungen sind dabei wesentliche Voraussetzungen, um im Wettbewerb mit plattformbasierten Angeboten dauerhaft bestehen zu können.

Die vollständige Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung finden Sie unter diesem Link.

Freitagnachmittag in einer Spedition mit eigener Flotte, kurz vor der Beiratssitzung. Die Vorlage liest sich gut, sauber gegliedert und flüssig. Auf Seite zwei steht eine Auslastungsentwicklung in Prozent, und jemand fragt, woher die Zahl kommt. Eingesetzt hat sie niemand. Die KI hat sie ergänzt, weil an dieser Stelle eine Zahl plausibel wirkte.

Die Szene ist konstruiert, der Fehler nicht. Er kommt nicht von schlechter Software, sondern von einer schlechten Anweisung. Solche Anweisungen an die KI heißen Prompts, eingetippt oder in das Eingabefenster kopiert. Sagt der Prompt nicht ausdrücklich, dass die KI keine Werte erfinden soll, ergänzt sie im Zweifel welche. Und feste Regeln für generative KI haben bisher erst 23 Prozent der Unternehmen, so der Digitalverband Bitkom e. V.

Gute Prompts festhalten

Ein Prompt, der zuverlässig funktioniert, entsteht nicht jeden Tag neu. Wer einen gefunden hat, kann ihn festhalten, statt ihn im Kopf zu behalten. Genau das ist ein Promptkatalog: eine nach Rollen sortierte Sammlung erprobter Prompts, die das ganze Haus nutzt. Die Regel gegen erfundene Zahlen sitzt dann fest im Text. Im Katalog unseres KI-Teams lautet sie „übernimm Zahlen, Preise, Fristen und Fakten nur, wenn sie ausdrücklich im Prompt oder den angehängten Unterlagen stehen”. Wer den Prompt einfügt, nimmt diese Regel mit, ohne sie zu kennen.

Vom Beispiel zum eigenen Prompt

Ein Katalog hilft auch dort, wo ein Haus erst mit KI anfängt. Wer ein paar Dutzend gute Prompts für die typischen Aufgaben gesehen hat, erkennt das Muster dahinter. Für den nächsten, ähnlichen Fall baut man sich die Anweisung dann selbst. So wird der Katalog zur Vorlage und zum Lehrmittel in einem.

So kann ein maßgeschneiderter Katalog aussehen:

Unser aktueller Katalog für Verkehr und Logistik — 41 Praxis-Prompts in sechs Rollen-Clustern, von Disposition und Fuhrpark bis zur Verwaltung, gefiltert nach Ebene und Rolle. Dargestellt an der fiktiven „Muster Logistik GmbH” (Foto: AWADO Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH).
Eingebaute Leitplanke im Kundeninfo-Prompt — eine neue Zeitprognose nur, „sofern belastbar”, sonst der Platzhalter „[Zeitfenster oder ‚noch offen’]“, danach der Abgleich mit der Tour-Realität statt einer unhaltbaren Zusage. (Foto: AWADO Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH).

Was er nicht leistet

Ein Wundermittel ist er nicht. Ohne jemanden, der ihn pflegt, veraltet er, und eine Schulung ersetzt er nicht: Die Pflicht aus Artikel 4 der EU-KI-Verordnung, Beschäftigte ausreichend für KI zu schulen, bleibt bestehen.

Am Montag steht die Zahl immer noch in der Vorlage, jetzt in eckigen Klammern und mit dem Vermerk, dass sie noch zu prüfen ist. Gold wert ist nicht der Prompt, der schneller schreibt, sondern der, der die eine Zahl markiert, für die sonst niemand geradesteht.

Promptkataloge individuell gestalten

Solche Kataloge schneidet das KI-Team der AWADO auf das einzelne Haus zu: eigene Rollen, eigene Prozesse, eingebaute Leitplanken- und Datenschutzregeln. Auf Wunsch erstellen wir Ihren maßgeschneiderten Promptkatalog: https://awado.de/shop/produkte/detail/arbeitshilfe-prompt-katalog (Platzhalter). Und weil ein Katalog die Schulung nicht ersetzt, buchen Sie rollenbasierte Schulungen zum Erstellen und Arbeiten mit Promptkatalogen direkt bei uns oder über die GenoAkademie. Unter diesem Link finden Sie alle weiteren Informationen.

Ansprechpartner:
Daniel Hoffmann
Telefon: +4921 116091 4142
E-Mail:

Genossenschaften gelten vielen noch immer als traditionsreiches Modell. Doch ein aktueller Beitrag des MDR zeigt: Die Rechts- und Unternehmensform gewinnt gerade dort wieder an Bedeutung, wo wirtschaftliche Herausforderungen neue Antworten erfordern. Ob junges Games-Studio in Leipzig, Software-Unternehmen in Magdeburg oder Dorfkneipe in Thüringen: Immer häufiger setzen Gründerinnen und Gründer, Mitarbeitende und lokale Initiativen auf genossenschaftliche Strukturen, um Verantwortung, Eigentum und Entscheidungen gemeinsam zu organisieren.

Die Beispiele machen deutlich, was Genossenschaften seit jeher auszeichnet: demokratische Mitbestimmung, langfristiges Denken und eine enge Bindung an die Menschen, die das Unternehmen tragen. Auch aktuelle Einschätzungen unterstreichen die besondere Stabilität des genossenschaftlichen Wirtschaftsmodells. Die Gründe liegen unter anderem in der Kontrolle durch die Mitglieder und in Entscheidungen, die nicht auf kurzfristige Renditeziele, sondern auf den nachhaltigen Nutzen der Gemeinschaft ausgerichtet sind.

Für Genossenschaften ist diese Entwicklung ein starkes Signal. Das Modell verbindet unternehmerische Handlungsfähigkeit mit Beteiligung, Verlässlichkeit und regionaler Verantwortung. Gerade bei Nachfolgefragen, Fachkräftesicherung, neuen Geschäftsmodellen oder dem Erhalt lokaler Angebote kann die genossenschaftliche Rechtsform eine überzeugende Lösung sein. Sie schafft Strukturen, in denen Mitglieder nicht nur beteiligt sind, sondern die Zukunft ihres Unternehmens und ihres Umfelds aktiv mitgestalten.

Zum Beitrag des MDR geht es über diesen Link.

Mit unserem Positionspapier zur Abgeordnetenhauswahl bündeln wir die zentralen Forderungen der Genossenschaften im Land Berlin. Es zeigt, was es jetzt braucht, um kooperative Strukturen zu stärken, Bürokratie abzubauen und Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen.

Unsere Positionspapiere zur Abgeordnetenhauswahl Berlin und zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finden Sie unter den hinterlegten Links.

Mit dem Regierungsentwurf zur GenG-Novelle 2026 soll das Genossenschaftsrecht umfassend modernisiert und entbürokratisiert werden. Vorgesehen sind unter anderem mehr digitale Möglichkeiten im Genossenschaftswesen, etwa bei der Mitgliederkommunikation, bei Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie bei digitalen oder hybriden Gründungsversammlungen. Zudem soll die Gründung von Genossenschaften grundsätzlich beschleunigt werden.

Aus genossenschaftlicher Sicht ist besonders relevant, dass der Entwurf die Rechtsform attraktiver machen und zugleich ihre Solidität sichern soll. Der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) begrüßt insbesondere die vorgesehene Klarstellung zur mittelbaren Förderung, die mehr Rechtssicherheit schaffen kann, unter anderem für bestimmte Energiegenossenschaftsmodelle. Zugleich sieht der Entwurf Maßnahmen vor, um unseriöse Genossenschaftsmodelle zu erschweren. So soll durch die neu eingefügte Regelung in § 1 Abs. 3 GenG die bloße gemeinschaftliche Vermögensanlage künftig nicht mehr als zulässiger Förderzweck anerkannt werden. Flankiert wird dies durch erweiterte Prüfungsrechte und -pflichten der genossenschaftlichen Prüfungsverbände sowie eine stärkere staatliche Aufsicht.

Der Gesetzentwurf wurde am 15. Juli im Bundeskabinett beschlossen. Im nächsten Schritt wird der Entwurf dem Bundesrat zur Stellungnahme vorgelegt und anschließend im Bundestag beraten. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz Anfang 2027 verabschiedet werden und in Kraft treten.

Zur Stellungnahme des DGRV geht es unter diesem Link.

Die Taxigenossenschaft Fürstenfeldbruck macht auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch plattformbasierte Mietwagenanbieter aufmerksam und hat eine Unterschriften-Petition für die Einführung eines Mindestbeförderungsentgelts gestartet. Hintergrund ist nach Angaben der Beteiligten, dass Anbieter wie Uber oder Bolt ihre Preise flexibel gestalten können, während Taxis an behördlich festgelegte Tarife, Beförderungspflichten sowie Qualitäts- und Sicherheitsstandards gebunden sind.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurden laut Medienbericht bereits rund 750 Mietwagenkonzessionen vergeben, während dem nur eine deutlich kleinere Zahl regulärer Taxis gegenübersteht. Die Genossenschaft sieht darin einen strukturell ungleichen Wettbewerb und fordert eine Regelung nach Münchner Vorbild, die faire Marktbedingungen schafft und zugleich die Rolle des Taxigewerbes in der öffentlichen Daseinsvorsorge stärkt, etwa bei Krankenfahrten, Schülerbeförderung und der Mobilität in kleineren Gemeinden.

Zum Beitrag geht es unter diesem Link.

Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV) hat sich im Rahmen einer Stellungnahme zur geplanten Ausweitung des Streckennetzes für Lang-Lkw dafür ausgesprochen, ein vergleichbares Modell auch für Lkw mit erhöhter tatsächlicher Gesamtmasse zu prüfen. Während Lang-Lkw mit einer Länge von bis zu 25,25 Metern bereits seit 2017 im streckenbezogenen Dauerbetrieb auf einem zugelassenen Positivnetz eingesetzt werden können, schlägt der DRV einen solchen Ansatz nun auch für 44-Tonnen-Verkehre vor. Im Mittelpunkt steht dabei keine pauschale Freigabe des gesamten Straßennetzes, sondern die gezielte Ausweisung geeigneter und belastbarer Streckenabschnitte.

Für genossenschaftliche Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist die Frage von hoher praktischer Bedeutung. Sie transportieren häufig schwere und kompakte Güter, bei denen nicht das Ladevolumen, sondern die nationale 40-Tonnen-Grenze den begrenzenden Faktor darstellt. Der DRV verweist zudem darauf, dass höhere Gesamtgewichte in mehreren europäischen Nachbarländern bereits zulässig sind. Eine streckenbezogene 44-Tonnen-Regelung könnte daher dazu beitragen, Transportkapazitäten effizienter zu nutzen und Verkehre dort zu bündeln, wo die Infrastruktur dies zulässt.

Besonders relevant ist der Vorschlag für die Anbindung von Binnenhäfen. Nach Einschätzung des DRV könnten gezielt freigegebene Strecken dazu beitragen, gebrochene Transporte von Schüttgütern attraktiver zu machen und die Kombination verschiedener Verkehrsträger zu stärken. Zugleich berücksichtigt der Ansatz die infrastrukturellen Bedenken, die einer generellen Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts bislang entgegenstehen. Damit setzt der Verband auf einen pragmatischen Weg: mehr Effizienz in der Logistik, ohne die Anforderungen an Straßen- und Brückeninfrastruktur aus dem Blick zu verlieren.

Die Stellungnahme zeigt, wie branchenspezifische Transportbedarfe und infrastrukturelle Verantwortung zusammengeführt werden können. Für die genossenschaftliche Warenwirtschaft, den Agrarhandel und angrenzende Wertschöpfungsketten wäre eine gezielte Ausweisung von 44-Tonnen-Strecken ein wichtiger Schritt, um bestehende Logistikprozesse effizienter zu gestalten, Binnenhäfen besser einzubinden und Transporte auf geeigneten Relationen zu optimieren.

Zur vollständigen Stellungnahme geht es unter diesem Link.

27.-28.10.2026
Vom Kollegen zur Führungskraft: Den Rollenwechsel erfolgreich meistern
Der Schritt von der Kollegin beziehungsweise dem Kollegen zur Führungskraft bedeutet einen tiefgreifenden Rollenwechsel. Dieses zweitägige Seminar richtet sich an neue Führungskräfte im bisherigen Team und unterstützt sie dabei, sich in ihrer neuen Rolle sicher zu positionieren.
Im Fokus stehen typische Herausforderungen wie veränderte Erwartungen, Nähe und Distanz, Unsicherheit sowie der Aufbau von Autorität ohne Beziehungsverlust. Praxisfälle, Reflexion und individuelle Strategien helfen, Klarheit im Auftreten zu gewinnen.
Ziel ist es, die Führungsrolle bewusst anzunehmen und tragfähige Arbeitsbeziehungen zu gestalten.
Weitere Informationen & Anmeldung

28.10.2026
Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften – Modul 1 Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftung
Die Herausforderungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit in Vorstand und Aufsichtsrat einer Genossenschaft sind beachtlich gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, dass sich künftige oder derzeitige Vorstands- beziehungsweise Aufsichtsratsmitglieder genau mit ihrem Aufgabenspektrum vertraut machen, als auch Rechte und Pflichten kennen.
Weitere Informationen & Anmeldung

04.11.2026
Online-Seminar: Genossenschaftsrecht – Mitgliederverwaltung in Genossenschaften
Das Online-Seminar richtet sich an Vorstände, Geschäftsführungen und Mitarbeitende in der Mitgliederverwaltung von Genossenschaften. Es vermittelt fundiertes Wissen über gesetzliche Grundlagen der Mitgliederbeziehung, das anhand praxisnaher Fälle direkt angewendet wird. Themen sind u. a. der Aufbau der Mitgliederliste, Eintritt und Austritt, Geschäftsanteile, Erbfälle, Unternehmensmitgliedschaften, Insolvenz und Ausschlussverfahren. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre Aufgaben in der Mitgliederverwaltung rechtssicher und ordnungsgemäß auszuführen.
Weitere Informationen & Anmeldung

11.11.2026
Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften – Modul 2 Bilanzierung, Bilanzanalyse und Kennzahlen
In diesem Modul lernen Sie, Jahresabschlusszahlen gezielt zu lesen und für Ihre tägliche Arbeit im Vorstand oder Aufsichtsrat nutzbar zu machen. Sie üben, zentrale Kennzahlen richtig zu interpretieren und die wirtschaftliche Lage Ihrer Genossenschaft anhand praxisnaher Beispiele sicher einzuschätzen. So gewinnen Sie Sicherheit für fundierte Entscheidungen im Gremium. Des weiteren gibt es einen kurzen Exkurs zu den Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat und zum Thema Pflichtprüfung der Genossenschaft gemäß GenG.
Weitere Informationen & Anmeldung

12.-13.11.2026
Umsätze werden im Vertrieb geschrieben – Betriebsergebnisse und Gewinne für das Unternehmen werden in der Verhandlung realisiert
Erfolgreiche Verhandlungen sind entscheidend für unternehmerischen Erfolg – ob mit Kunden, Lieferanten, Partnern oder intern.
Das Seminar vermittelt grundlegende Methoden der Verhandlungsführung. Sie reflektieren Ihren eigenen Stil, entwickeln ihn weiter und lernen, auch in schwierigen Gesprächen souverän zu agieren. Ziel ist es, konstruktive Lösungen zu erreichen und tragfähige Vereinbarungen zu erzielen.
Weitere Informationen & Anmeldung

Jederzeit
Online-Kurs: Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
Mit Inkrafttreten des EU AI Act am 2. Februar 2025 sind Unternehmen verpflichtet, sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten, über angemessene Fachkenntnisse verfügen. Artikel 4 der Verordnung stellt die KI-Kompetenz (AI Literacy) in den Mittelpunkt und fordert gezielte Schulungsmaßnahmen zur sicheren, ethischen und rechtskonformen Nutzung von KI-Technologien.
Unser Web Based Training (Selbstlernkurs) bietet eine praxisnahe, flexible und rechtskonforme Lösung zur Erfüllung dieser Anforderungen.
Fordern Sie gerne einen kostenlosen Testzugang unter diesem Link an.
Weitere Informationen & Anmeldung

Die wichtigsten Termine für die kommenden Wochen finden Sie auf unserer Website.

Sprechen Sie hierzu gerne an:

Stefan Touchard Profil bild

Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

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