Newsletter Fachvereinigung Verkehrs-und Logistikgenossenschaften Ausgabe 04/2026

Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

nach unserem ersten gemeinsamen Präsenztreffen in Dresden steht diese Ausgabe ganz im Zeichen der Zusammenarbeit in unserer Fachvereinigung. Wir stellen Ihnen das neue Mitgliederportal „Verkehr & Logistik“ des Genoverbandes vor und möchten Ihnen künftig in jeder Ausgabe eine Kollegin oder einen Kollegen aus unserem Fachbereich näherbringen. Darüber hinaus haben wir für Sie aktuelle Neuigkeiten aus dem Verband und der Branche sowie interessante Weiterbildungsangebote und Termine zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen wie immer eine anregende Lektüre!

Ihr Team „Verkehr & Logistik“

Das Mitgliederportal des Genoverband e.V. bündelt relevante Unterlagen und Informationen der Fachvereinigung Verkehr & Logistik an einem zentralen Ort. Bereits registrierte Mitglieder können sich mit ihren bekannten Zugangsdaten anmelden und direkt auf die bereitgestellten Inhalte zugreifen. Dokumente aus den Mitgliederversammlungen finden Sie im Bereich „Gremienräume > Mitgliederversammlung“.

Wer noch keinen Zugang besitzt, kann sich direkt über die Website registrieren. Wählen Sie dazu oben rechts „Login“, anschließend „Zu den Mitgliederportalen“ und danach „Hier anmelden“. Geben Sie Ihre geschäftlichen Kontaktdaten ein und wählen Sie als Fachvereinigung „Verkehr“ aus. Nach der Freischaltung durch den Genoverband e.V. erhalten Sie Zugang zum geschützten Bereich „Verkehr & Logistik“.

Bei Fragen zur Registrierung oder bei Schwierigkeiten mit dem Zugriff unterstützt Sie Frau Carola Braesen sehr gerne.

Carola Braesen

Verkehr & Logistik

  • 040 236132-7610
Dr. Stefan Touchard

In der ersten Ausgabe stellen wir Ihnen den Team-Koordinator des Bereichs „Verkehr & Logistik“ vor.

Was sind Ihre Aufgaben beim Genoverband?

Mit einer kurzen Unterbrechung bin ich seit mehr als 15 Jahren für den Genoverband beziehungsweise seine Vorgängerorganisationen in der Beratung und Betreuung von Genossenschaften tätig. Anfang dieses Jahres habe ich zusätzlich die Rolle des Teamkoordinators für unsere jüngste Fachvereinigung Verkehr & Logistik übernommen.

Gemeinsam mit meinem Team begleiten wir die Mitgliedsunternehmen der Fachvereinigung bei ihren vielfältigen fachlichen, rechtlichen und strategischen Fragestellungen. Insbesondere für neue Mitglieder sind wir häufig die erste Anlaufstelle im Genoverband und sorgen dafür, dass sie schnell die richtigen Ansprechpartner und Unterstützungsangebote innerhalb unserer Verbandsfamilie finden.

Welche Schwerpunkte betreuen Sie im Verband?

Mein Fokus liegt auf der Betreuung und Beratung unserer Mitgliedsgenossenschaften. Dabei verstehen wir uns als breit aufgestellte Generalisten und erste Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Fragestellungen unserer Mitglieder. Erst wenn spezielle Themen eine vertiefte Expertise erfordern, binden wir unsere Kolleginnen und Kollegen aus den jeweiligen Fachabteilungen ein.

Zu unseren Aufgaben gehören unter anderem die Überarbeitung von Satzungen, die Leitung von Generalversammlungen sowie die Durchführung von Schulungen für Aufsichtsräte und Vorstände. Darüber hinaus begleiten wir unsere Mitgliedsgenossenschaften bei strategischen Fragestellungen, etwa bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, der Erschließung neuer Geschäftsfelder oder der Bewältigung organisatorischer Veränderungen.

Unsere Mitglieder schätzen besonders, dass wir innerhalb unseres Teams ein breites Themenspektrum abdecken und sowohl bei juristischen Fragestellungen als auch bei betriebswirtschaftlichen Herausforderungen praxisnah und lösungsorientiert unterstützen können.

Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

Kein Tag gleicht dem anderen. Mein Arbeitsalltag ist geprägt von Gesprächen mit Mitgliedern sowie Gründerinnen und Gründern, der Vorbereitung und Durchführung von Terminen und Veranstaltungen sowie der Bearbeitung aktueller Fragestellungen aus den Genossenschaften.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gründungsberatung, insbesondere für Genossenschaften aus den Bereichen Gewerbe, Immobilien sowie Verkehr & Logistik. Von der ersten Idee bis zur Eintragung begleiten wir Gründungsinitiativen und unterstützen sie bei rechtlichen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie. Darüber hinaus engagiere ich mich als Ratsmitglied in meiner Heimatstadt und setze mich dort für kommunalpolitische Themen ein. Als Ausgleich zum Berufsalltag interessieren mich gesellschaftliche und regionale Entwicklungen sowie die ehrenamtliche Arbeit. Sie bieten mir die Möglichkeit, auch außerhalb meines beruflichen Umfelds Verantwortung zu übernehmen und aktiv mitzugestalten.

Stefan Touchard Profil bild

Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

Um den fachlichen Austausch, die Vernetzung und die Interessenvertretung unserer Mitglieder noch stärker an den jeweiligen Branchen und Geschäftsfeldern auszurichten, wird die aus dem ehemaligen PV neugebildete Fachvereinigung Verkehr & Logistik derzeit neu strukturiert. Ziel ist es, unseren Mitgliedern künftig einen noch passgenaueren fachlichen Mehrwert zu bieten.

Die Neuordnung macht gute Fortschritte. Viele Mitglieder haben bereits auf unsere Vorschläge zur künftigen fachlichen Zuordnung reagiert und diesen zugestimmt. Für die hohe Beteiligung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns herzlich.

Aktuell stehen noch einige Rückmeldungen aus. Daher arbeiten wir weiterhin an der finalen Zusammensetzung der Fachvereinigungen. Sobald die Zuordnungen abgeschlossen sind, informieren wir alle Mitglieder über das endgültige Ergebnis und die neue Struktur.

Wir freuen uns, dass so viele Mitglieder den Prozess aktiv begleiten und damit dazu beitragen, die Fachvereinigungen zukunftsorientiert aufzustellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

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Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

Am 9. und 10. September 2026 kamen in Dresden die Mitglieder der neu geschaffenen Fachvereinigung Verkehr & Logistik zusammen. Die von der M4 Energy eG ausgerichtete Veranstaltung verband fachliche Impulse mit viel Raum für persönliche Begegnungen. Ein gemeinsames Rahmenprogramm bot Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und das genossenschaftliche Netzwerk zu stärken.

Am zweiten Veranstaltungstag standen drei zentrale Zukunftsthemen der Branche im Mittelpunkt. Guido Seedler vom Deutschen Raiffeisenverband e.V. erläuterte die Anforderungen des „Operationsplans Deutschland“ und zeigte auf, welchen Beitrag Genossenschaften zur Krisenvorsorge und zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit leisten können. Dr. Philipp Thimm vom Genoverband e.V. richtete den Blick auf die Weiterentwicklung genossenschaftlicher Geschäftsmodelle und stellte mit der Geschäftsmodell- und der Zukunftswerkstatt zwei Unterstützungsformate des Verbandes vor. Christian Dicke von der AWADO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beleuchtete abschließend, was es für genossenschaftliche Geschäftsmodelle bedeutet, wenn KI-Systeme nicht mehr nur antworten, sondern zunehmend eigenständig handeln. Am Beispiel eines KI-Agenten veranschaulichte er, wie Aufgaben sinnvoll zwischen Mensch und Technik verteilt werden können.

Das Treffen in Dresden hat wieder deutlich gemacht, wie wertvoll die Verbindung von fachlichem Input und persönlichem Austausch ist. Die Vorträge gaben wichtige Anstöße, doch ebenso entscheidend waren die Gespräche dazwischen: Hier wurden Erfahrungen geteilt, unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht und erste Ideen weiterentwickelt. Damit wurden beim Treffen der Fachvereinigung nicht nur aktuelle fachliche Schwerpunkte diskutiert, sondern auch eine gute Grundlage für den weiteren Dialog und die Zusammenarbeit im Netzwerk gelegt.

Stefan Touchard Profil bild

Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

Wie hängen Demokratie und Genossenschaften zusammen? Genau dieser Frage gingen zahlreiche Schülerinnen und Schüler beim Demokratietag Rheinland-Pfalz nach. Mitbestimmung, Verantwortung und Gemeinschaft werden von jungen Menschen aktiv gelebt. Schülergenossenschaften bieten dafür den idealen Rahmen – oft mit Volksbanken und Raiffeisenbanken als Partnergenossenschaften an ihrer Seite. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

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Stefanie Herfort

Beraterin/Mediatorin
Schülergenossenschaften

  • 0211 16091-4679

Der deutsche Kurier-, Express- und Paketmarkt ist 2025 erneut gewachsen, wenngleich mit verhaltener Dynamik. Das zeigt die aktuelle Marktstudie des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik e. V. (BPEX). Sowohl das Sendungsvolumen als auch der Umsatz und die Zahl der Beschäftigten legten zu. Damit setzt die Branche ihren leichten Aufwärtstrend trotz des weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds fort.

Dass das Wachstum nicht kräftiger ausfällt, führt die Studie vor allem auf die schwache Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten und steigende Kosten zurück. Hinzu kommen zusätzliche regulatorische Anforderungen, die den Unternehmen personell und finanziell immer mehr abverlangen.

Wer sich näher mit den Entwicklungen und Trends des deutschen Kurier-, Express- und Paketmarktes befassen möchte, dem sei die Marktstudie des BPEX e. V. zur Lektüre empfohlen. Diese finden Sie unter diesem Link.

Daten sind längst zu einem der wertvollsten Ressourcen der digitalen Wirtschaft geworden. Doch während Unternehmen, Plattformen und datengetriebene Geschäftsmodelle von ihrer Nutzung profitieren, bleibt für viele Menschen oft unklar, welche Informationen über sie gesammelt werden, wie sie verwendet werden und welchen Wert sie haben. Die Datengenossenschaft Reef Data eG möchte das ändern und stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Datenökonomie.

Getragen wird die Reef Data eG von einem dreiköpfigen Vorstandsteam: Hans Joachim Conrad, Alois Kritl und Kevin Sturm stehen für die interdisziplinäre Ausrichtung der neuen Datengenossenschaft. Sie vereinen genossenschaftliche Erfahrung, finanzwirtschaftliche Kompetenz und technologische Expertise. Eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Reef Data eG übernimmt die Hamburger Volksbank. Sie überträgt das seit mehr als 150 Jahren bewährte genossenschaftliche Prinzip auf die digitale Welt: Gemeinsam lässt sich erreichen, was Einzelnen kaum möglich wäre. Mit ihrer Finanzierung hat sie den Weg von der Idee bis zum heutigen Produkt maßgeblich ermöglicht.

Datensouveränität als Grundlage einer fairen digitalen Wirtschaft

Die Idee, Daten nicht als anonyme Ware zu betrachten, sondern als persönliches Gut mit gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Potenzial. Für viele Menschen bleibt davon jedoch erstaunlich wenig sichtbar. „Wer Daten freiwillig und sicher bereitstellt, kann Einblicke gewinnen, neue Services nutzen und zugleich an möglichen Wertschöpfungen beteiligt werden, denn wer Daten bereitstellt, soll an ihrem wirtschaftlichen Wert teilhaben. Unternehmen und Organisationen erhalten im Gegenzug Zugang zu hochwertigen, nachvollziehbar und ethisch bereitgestellten Daten, die Innovationen, Analysen und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.“ betont Vorstandsmitglied Sturm.

Ökosystem für Datentransparenz, -kontrolle und Teilhabe

Ziel ist es, Transparenz, Kontrolle und Teilhabe praktisch nutzbar zu machen:
Deshalb entwickelt die Reef Data eG ein gemeinschaftlich getragenes Ökosystem.
Die App schafft einen zentralen Zugangspunkt, über den Mitglieder ihre persönlichen Daten sowie Informationen aus digitalen Anwendungen sicher bündeln und selbstbestimmt verwalten können. Die Reef Data eG macht es möglich, Daten kontrolliert anzufordern, transparent einzusehen und sicher zu teilen – anonymisiert und datenschutzkonform.

Private Nutzerinnen und Nutzer agieren als Datenverarbeiter. Nach ihrer ausdrücklichen Freigabe werden diese synthetisiert, zu größeren Datenclustern zusammengeführt und können vermarktet werden. Im Gegenzug profitieren sie von einem fairen Erlösanteil sowie der Möglichkeit, ihre Daten für persönliche Erkenntnisse oder gesellschaftlich sinnvolle Zwecke wie Forschung zu nutzen.
Für Unternehmen, insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen, bietet Reef Data Zugang zu hochwertigen, rechtssicheren und ethisch gewonnenen Daten, um Wettbewerbsnachteile gegenüber großen Tech-Plattformen zu reduzieren. Ein wichtiger nächster Schritt ist der Einsatz künstlicher Intelligenz: Geplant ist ein persönlicher Datenassistent, der Informationen aus verschiedenen Lebensbereichen verknüpft und daraus individuelle Erkenntnisse ableitet. Durch die Kooperation mehrerer Unternehmen können neue Wertschöpfungsszenarien entstehen, etwa entlang von Lieferketten oder innerhalb einer Branche.

Genossenschaftliche Datenräume: Gemeinsam mehr aus Daten machen

Dr. Stefan Touchard, Berater beim Genoverband, der die Genossenschaft seit der Gründungsphase begleitet hat, sagt: „Die Reef Data eG verbindet damit technologische Sicherheit mit dem genossenschaftlichen Prinzip. In einer Genossenschaft entscheiden die Mitglieder gemeinsam und profitieren langfristig.“

Die Reef Data eG denkt Datensouveränität nicht nur aus Sicht einzelner Menschen, sondern auch als große Chance für Genossenschaften. Daten sicher und nach gemeinsam definierten Regeln miteinander auszutauschen, ohne die Kontrolle darüber aufzugeben, eröffnet Genossenschaften neue Möglichkeiten. Viele Genossenschaften verfügen bereits heute über wertvolle Daten aus Bereichen wie Mobilität, Handel, Wohnen, Energie oder Landwirtschaft. Oft verbleiben diese Informationen jedoch innerhalb einzelner Organisationen und werden nur begrenzt gemeinsam genutzt. Genossenschaftlich organisierte Datenräume können hier neue Perspektiven und Erkenntnisse schaffen. Sie ermöglichen es, Daten verschiedener Genossenschaften zusammenzuführen, um innovative Dienstleistungen zu entwickeln, fundiertere Entscheidungen zu treffen oder KI-Anwendungen auf einer breiteren und qualitativ hochwertigen Datengrundlage aufzubauen – ohne dass dafür die Abhängigkeit von einem zentralen Datenkonzern entsteht. Damit könnten Genossenschaften künftig nicht nur Kapital, Einkauf oder Infrastruktur gemeinschaftlich organisieren, sondern auch eine der bedeutendsten Ressourcen der digitalen Wirtschaft: Daten.

Für die Datengenossenschaft ist das eine konsequente Weiterentwicklung des genossenschaftlichen Prinzips: Nicht Daten zentralisieren, sondern ihre gemeinsame Nutzung organisieren. Nicht Kontrolle abgeben, sondern gemeinsame Regeln schaffen.

Mit diesem Ansatz positioniert sich die Reef Data eG als zukunftsorientierte Datengenossenschaft für ein digitales Zeitalter, in dem Datenkontrolle, Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliche Wertschöpfung zusammengehören. Aus der Vision einer faireren Datenwirtschaft wird so ein konkretes Modell: „Selbstbestimmt handeln. Gemeinsam gewinnen“.

Stefan Touchard Profil bild

Dr. Stefan Touchard

Team-Koordinator
Verkehr und Logistik
und Gründungsberatung,
insb. für Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4349

Gute Geschäftsmodelle wirken oft so selbstverständlich, dass sie kaum noch hinterfragt werden. Genau darin liegt ihre Stärke, manchmal aber auch ihre Schwäche. Denn Märkte verändern sich, Kundenerwartungen verschieben sich und technologische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten. Unternehmen sollten ihr Geschäftsmodell deshalb regelmäßig mit offenem Blick betrachten und prüfen, wo Anpassungen sinnvoll sind und neue Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.

Von der Bestandsaufnahme zur Entwicklungsrichtung

An diesem Punkt setzt die Geschäftsmodellwerkstatt an. Das interaktive, moderierte und ergebnisorientierte Format bietet Vorständen, Aufsichtsräten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsbetriebe einen geschützten Rahmen, in dem sie konkrete Optionen für die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells erarbeiten können.

Dabei verbindet die Geschäftsmodellwerkstatt das Wissen der Teilnehmenden über ihre Genossenschaft, ihre Mitglieder und das jeweilige Marktumfeld mit der methodischen und betriebswirtschaftlichen Begleitung durch den Genoverband. Das Vorgehen wird auf die jeweilige Ausgangslage zugeschnitten und berücksichtigt die besonderen Strukturen und Entscheidungswege von Genossenschaften.

Sie möchten die Zukunft Ihres genossenschaftlichen Geschäftsmodells gemeinsam in den Blick nehmen? Weitere Informationen zur Geschäftsmodellwerkstatt finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag. Für ein persönliches Gespräch steht Ihnen Dr. Philipp Thimm gerne zur Verfügung.

Die Geschäftsmodellwerkstatt auf einen Blick (Quelle: Genoverband e.V.)
Philipp Thimm Profil bild

Dr. Philipp Thimm

Berater
Wohnen/Immobilien, Handwerk und Handel

  • 0211 16091-4635

Knapp drei von zehn Beschäftigten, die Künstliche Intelligenz beruflich nutzen, greifen auf Werkzeuge zurück, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Das zeigt ein Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft vom 19. September 2026. Grundlage ist eine Befragung von knapp 5.000 Beschäftigten im März und April 2026.

Dabei zeigt sich ein bemerkenswerter Zusammenhang: Unter Beschäftigten, die ihrem Arbeitgeber ein starkes Engagement beim Aufbau von KI-Kompetenzen bescheinigen, nutzen 44,5 Prozent solche nicht bereitgestellten Werkzeuge. Ohne wahrgenommenes Engagement sind es 21,3 Prozent. Das Institut sieht darin ausdrücklich einen Zusammenhang, keine Ursache. Die Schulungen deshalb zurückzufahren, wäre laut Studie ein „Trugschluss“.

Die praktische Schlussfolgerung lautet vielmehr: Unternehmen müssen Kompetenzaufbau, datenschutzkonforme Werkzeuge und klare, kommunizierte Nutzungsregeln miteinander verbinden. Eine Schulung ohne bereitgestelltes Werkzeug und verbindliche Regeln kann eine Lücke hinterlassen, in der Beschäftigte auf private KI-Konten ausweichen.

Der praxisnahe Fahrplan zur KI-Einführung im Mittelstand

Der KI-Fahrplan für den Mittelstand zeigt in acht aufeinander aufbauenden Schritten, wie Unternehmen KI strukturiert und praxisnah einführen:

  1. KI-Beauftragten mit klarem Mandat benennen
  2. KI-Strategie mit Zielen und Ausschlüssen formulieren
  3. KI-Richtlinie mit verständlichen Spielregeln einführen
  4. Sicheres Sprachmodell für das Unternehmen bereitstellen
  5. Grundlagenschulung für alle Beschäftigten durchführen
  6. Rollenbasierte Schulungen für konkrete Tätigkeiten anbieten
  7. Promptkatalog mit geprüften, wiederverwendbaren Eingaben aufbauen
  8. Erste Projekte klein, wiederkehrend und messbar umsetzen

Die Reihenfolge ist entscheidend: Erst entstehen Verantwortung und Orientierung, dann folgen Werkzeug und Befähigung, schließlich die praktische Anwendung mit messbarem Nutzen.

Exkurs: Was eine KI-Richtlinie leistet

Eine KI-Richtlinie legt fest, welche KI-Werkzeuge das Unternehmen bereitstellt, mit welchen Daten diese genutzt werden dürfen, wer zuständig ist und wie bei Unsicherheiten vorzugehen ist. Eine verständliche Ampellogik kann dabei Orientierung geben: Grün steht für erlaubte Anwendungen, Gelb für Fälle mit Freigabe und Rot für ausgeschlossene Daten oder Entscheidungen.

Die KI-Richtlinie ist jedoch kein isoliertes Dokument. Sie ist das Ergebnis zuvor getroffener Entscheidungen zu Zuständigkeit, Zielen, Werkzeugen, Datenklassen, Beteiligung und Schulung. Gut ist sie, wenn sie verständlich, im Alltag anwendbar und nachweisbar umgesetzt wird.

Von den ersten Schritten bis zur passgenauen KI-Lösung

Der Fahrplan bildet den Einstieg, doch die Unterstützung durch AWADO geht darüber hinaus. AWADO begleitet mittelständische Unternehmen auch bei der Einführung agentischer KI-Systeme, die Aufgaben über mehrere Schritte hinweg bearbeiten und in bestehende Prozesse eingebunden werden können. Ebenso unterstützt AWADO bei der Entwicklung eigener, passgenauer KI-Lösungen, die sich an den konkreten Anforderungen, Daten und Abläufen des jeweiligen Unternehmens orientieren.

Für diese weiterführenden Vorhaben kann AWADO neben der eigenen Expertise auf die Hochschule Ansbach und weitere Kooperationspartner zurückgreifen. Mittelständische Unternehmen erhalten so eine durchgängige Begleitung, die von der ersten Orientierung über Pilotprojekte bis zur Einführung agentischer Systeme und individueller KI-Lösungen reicht.

Zwei Webinare für die praktische Umsetzung

Im Webinar „Der KI-Fahrplan für den Mittelstand: Acht konkrete Schritte vom KI-Beauftragten bis zum ersten Projekt“ zeigt AWADO am 17. November 2026 von 14:00 bis 15:00 Uhr, wie mittelständische Unternehmen KI strukturiert anhand von acht Schritten praxisnah einführen.

Zum Webinar „Der KI-Fahrplan für den Mittelstand – Acht konkrete Schritte vom KI Beauftragten bis zum ersten Projekt" anmelden

Das Webinar „Die KI-Richtlinie: Warum Sie eine brauchen und woran Sie eine gute erkennen“ behandelt am 1. Dezember 2026 von 10:00 bis 11:00 Uhr das Thema KI-Richtlinie.

Zum Webinar "Die KI-Richtlinie: Warum Sie eine brauchen und woran Sie eine gute erkennen" anmelden

Ansprechpartner:
Daniel Hoffmann
Telefon: +4921 116091 4142
E-Mail:

Seit dem 27. September 2026 gelten verschärfte Anforderungen an umwelt-, sozial- und nachhaltigkeitsbezogene Aussagen. Das politische Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Versprechen zu schützen, ist grundsätzlich richtig. Zugleich wächst für Unternehmen der Anspruch, ihre Kommunikation sorgfältig zu prüfen und verwendete Aussagen nachvollziehbar zu belegen. Entscheidend ist nun, dass die neuen Regelungen rechtssicher und praxistauglich angewendet werden, damit glaubwürdiges Nachhaltigkeitsengagement sichtbar bleibt und nicht durch unnötige Unsicherheiten in der Kommunikation gebremst wird. Der AWADO Mittelstandsberatung Claim-Check unterstützt Unternehmen dabei, ihre Kommunikation systematisch zu untersuchen, mögliche Risiken zu erkennen und Handlungsbedarf zu priorisieren. Wie der Claim-Check funktioniert und worauf Unternehmen jetzt achten sollten, erfahren Sie unter diesem Link.

Ulrike Jürschik Profil bild
RA (Syndikusrechtsanwältin)

Dr. Ulrike Jürschik

Geschäftsfeld Mittelstand
Bereich Beratung und Mitgliederservice
Abteilung Ländliche Ware und Nachhaltigkeit

  • 0251 7186-9710

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e. V. (BGL) begrüßt die im Bericht der Bundesregierung zur Staatsmodernisierung vorgestellten Schritte für mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie im Verkehrsbereich. Insbesondere das geplante zentrale i-Kfz-Portal beim Kraftfahrt-Bundesamt soll Fahrzeugzulassungen bundesweit vereinfachen und vereinheitlichen. Auch digitale Fahrzeug- und Führerscheindokumente sowie einmalige statt regelmäßiger Führerscheinkontrollen könnten dazu beitragen, den Verwaltungsaufwand in Speditionen zu reduzieren.

Aus Sicht des BGL greifen die Vorhaben wichtige Anliegen der mittelständischen Transportwirtschaft auf. Gerade angesichts des hohen wirtschaftlichen Drucks komme es darauf an, bürokratische Belastungen abzubauen und Verwaltungsverfahren durchgängig zu digitalisieren. Entscheidend sei nun, dass die angekündigten Erleichterungen schnell umgesetzt werden und im betrieblichen Alltag spürbar ankommen.

11.11.2026
Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften – Modul 2 Bilanzierung, Bilanzanalyse und Kennzahlen
In diesem Modul lernen Sie, Jahresabschlusszahlen gezielt zu lesen und für Ihre tägliche Arbeit im Vorstand oder Aufsichtsrat nutzbar zu machen. Sie üben, zentrale Kennzahlen richtig zu interpretieren und die wirtschaftliche Lage Ihrer Genossenschaft anhand praxisnaher Beispiele sicher einzuschätzen. So gewinnen Sie Sicherheit für fundierte Entscheidungen im Gremium. Des Weiteren gibt es einen kurzen Exkurs zu den Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat und zum Thema Pflichtprüfung der Genossenschaft gemäß GenG.
Weitere Informationen & Anmeldung

08.12.2026
Webinar: Informationssicherheit ohne IT-Projekt: der schlanke Weg für kleine Genossenschaften
Mit AWADO ISMS kompakt erhalten kleine Genossenschaften ein schlankes Informationssicherheits-Managementsystem, das zugleich die erforderlichen Nachweise für das BSI strukturiert dokumentiert. Erfahren Sie im Webinar am 8. Dezember 2026 von 14:00 bis 15:00 Uhr, wie Sie Ihre Informationssicherheit ohne großes IT-Projekt systematisch aufstellen.
Weitere Informationen & Anmeldung

08.12. – 10.12.2026 / 19.01- – 21.01.2027 / 16.02. – 19.02. 2027
Fachberatung im Vertrieb
Dieses 3-teilige Seminar richtet sich an Mitarbeitende im Innen- und Außendienst, die ihre vertrieblichen Fähigkeiten gezielt ausbauen möchten. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Fachkompetenz praxisnah zu vertiefen und sich auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Vertrieb vorzubereiten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Kundenbedürfnisse komplexer und Erwartungen höher sind, braucht es Mitarbeitende, die sowohl mit Fachwissen als auch Empathie und methodischer Sicherheit agieren.
Die Termine finden in Baunatal statt und unterteilen sich in drei Module (Beginn am ersten Tag jeweils um 09:00 Uhr, Ende am letzten Tag um 16:00 Uhr).
Weitere Informationen & Anmeldung

07.01. – 08.01.2027 (Markkleeberg/Leipzig) / 02.02. – 03.02.2027 (Rösrath)
Arbeitsorganisation für Führungskräfte
Der Tag war durchgeplant. Dann kommen Rückfragen aus dem Team, Kundenanliegen, spontane Meetings. Dazwischen gilt es, dringende Entscheidungen zu treffen. Kommt Ihnen das bekannt vor? In unserem neuen Seminar „Arbeitsorganisation für Führungskräfte“ lernen Sie, wie Sie Prioritäten setzen, Aufgaben wirksam delegieren und Ihren Arbeitsalltag so organisieren, dass wieder Zeit für Führung bleibt.
Zielgruppe: Führungskräfte und Projektleitende, die Verantwortung tragen und ihre Organisation wirksamer gestalten möchten.
Weitere Informationen und Anmeldung

23.02. – 15.05. 2027 (Espenau/Kassel) / 23.02. – 11.06.2027 (Karlsruhe)
Digital und Präsenz: E-Commerce-Manager*in
KI, neue Suchtechnologien und digitale Plattformen verändern die Spielregeln im Onlinehandel. Wer digitale Vertriebskanäle strategisch steuert und moderne Technologien gezielt nutzt, erschließt neue Wachstums- und Ertragspotenziale.
Mit der Fortbildung „E-Commerce-Manager*in“ machen Sie Ihre Mitarbeitenden fit für die Zukunft des digitalen Vertriebs. Die Themen reichen von E-Commerce-Strategie und Shopmanagement über KI-Anwendungen bis hin zu digitalem Marketing und datenbasierten Entscheidungen. In sechs praxisnahen Modulen erwerben Sie Schritt für Schritt das Know-how, um E-Commerce ganzheitlich zu verstehen und erfolgreich zu gestalten: Zielgruppe: Mitarbeitende und Verantwortliche aus Marketing, Vertrieb, Kundenmanagement, Service, Digital Business, E-Commerce, die digitale Geschäftsmodelle erfolgreich entwickeln und weiterdenken möchten. Die Termine teilen sich in sechs Module auf.
Weitere Informationen & Anmeldung

01.03. – 02.03.2027 (Rösrath) / 15.03. – 16.03.2027 (Region Leipzig/Halle) / 07.06. – 08.06.2027 (Karlsruhe)
Vom Kollegen zur Führungskraft: Den Rollenwechsel erfolgreich meistern
Der Schritt von der Kollegin bzw. dem Kollegen zur Führungskraft bedeutet einen tiefgreifenden Rollenwechsel. Dieses zweitägige Seminar richtet sich an neue Führungskräfte im bisherigen Team und unterstützt sie dabei, sich in ihrer neuen Rolle sicher zu positionieren.
Im Fokus stehen typische Herausforderungen wie veränderte Erwartungen, Nähe und Distanz, Unsicherheit sowie der Aufbau von Autorität ohne Beziehungsverlust. Praxisfälle, Reflexion und individuelle Strategien helfen, Klarheit im Auftreten zu gewinnen.
Ziel ist es, die Führungsrolle bewusst anzunehmen und tragfähige Arbeitsbeziehungen zu gestalten. Zielgruppe: Personen, die erstmalig eine Rolle als Führungskraft einnehmen. Diese aktuellen Inhalte erwarten Sie u.a.:

  • Der Rollenwechsel vom Teammitglied zur Führungskraft
  • Neue Erwartungen und veränderte Beziehungen im Team
  • Umgang mit Widerstand und Loyalitätskonflikten
  • Entwicklung eines individuellen Übergangs- und Handlungsplans

Die Termine finden in Baunatal statt (Beginn am ersten Tag jeweils um 09:00 Uhr, Ende am letzten Tag um 17:00 Uhr).
Weitere Information & Anmeldung

Hier finden Sie unsere wichtigsten Termine für die kommenden Wochen.

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