- 25.05.2026
- News: Agrargenossenschaften
Newsletter Ausgabe 03/2026
Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser, die möglichen Auswirkungen der GAP-Pläne der EU werden immer deutlicher…
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Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,
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Die Ergebnisse des aktuellen Barometers Agrargenossenschaften für Juni 2026 zeichnen ein klares Bild: Die wirtschaftliche Stimmung in den Betrieben ist spürbar gekippt. Mehr als die Hälfte der Agrargenossenschaften bewertet ihre aktuelle Lage negativ, zugleich ist die Unsicherheit deutlich gestiegen.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein deutlicher Rückgang positiver Einschätzungen. Die wirtschaftliche Stimmung wird zunehmend von Unsicherheit geprägt, Optimismus tritt in den Hintergrund.
Auch der Blick in die Zukunft fällt überwiegend verhalten aus: Eine Mehrheit der Betriebe rechnet mit Stagnation, während deutlich mehr eine Verschlechterung als eine Verbesserung erwarten. Wachstum spielt aktuell nur noch eine untergeordnete Rolle.
Zentral für die angespannte Lage sind aus Sicht der Agrargenossenschaften vor allem externe Faktoren. Insbesondere Erzeugerpreise, Produktionskosten und agrarpolitische Rahmenbedingungen bestimmen die wirtschaftliche Situation maßgeblich und setzen die Betriebe unter erheblichen Druck.
Zugleich verschärfen geopolitische Entwicklungen die Situation weiter: Steigende Kosten bleiben die größte Herausforderung, während auch Versorgungssicherheit und Preisschwankungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Ein zentraler Unsicherheitsfaktor bleibt die zukünftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die große Mehrheit der Agrargenossenschaften sieht in den geplanten Reformen erhebliche Risiken für strukturelle Entwicklungen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe.
Auch mit Blick auf die Agrarpolitik der Bundesregierung wird deutlich, dass viele Agrargenossenschaften weiteren Handlungsbedarf sehen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Wunsch nach verlässlichen Rahmenbedingungen, mehr Praxisnähe und einer spürbaren Entlastung von Bürokratie. Zudem erwarten die Betriebe eine klare Orientierung in zentralen agrarpolitischen Fragen.
Die Erwartungen der Betriebe richten sich damit vor allem auf Bürokratieabbau, faire Wettbewerbsbedingungen, wirtschaftliche Verlässlichkeit und eine praxisnahe Agrarpolitik.
Vor diesem Hintergrund bleibt auch die Investitionsbereitschaft gedämpft. Investitionen konzentrieren sich vor allem auf den Erhalt bestehender Strukturen, während Zukunfts- und Wachstumsprojekte vielfach zurückgestellt werden.
Eine Zusammenfassung mit den zentralen Ergebnissen der Umfrage sowie den wichtigsten Bewertungen der Agrargenossenschaften finden Sie im Anhang.
Politische Interessenvertretung
Die Diskussion um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 gewinnt an Dynamik – und wird für Agrargenossenschaften zur entscheidenden Weichenstellung.
Im Zentrum steht die Frage, ob die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Kappung und Degression der Direktzahlungen kommt. Aus Sicht der genossenschaftlichen Agrar- und Finanzwirtschaft wäre das ein massiver Eingriff in historisch gewachsene, kooperative Betriebsstrukturen – insbesondere in Ostdeutschland.
Klare Positionierung gegenüber der Bundesregierung
Vor diesem Hintergrund haben DRV, BVR und Genoverband vor der Ministerpräsidentenkonferenz gemeinsam einen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz gerichtet. Ihr Appell: Deutschland muss sich klar gegen Kappung und Degression stellen und sein Gewicht in Brüssel geschlossen einbringen.
Die möglichen Auswirkungen wären erheblich: Agrargenossenschaften könnten einen großen Teil ihrer Direktzahlungen verlieren; Investitionen, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung gerieten spürbar unter Druck.
Auch die genossenschaftlichen Banken warnen, dass unsichere Förderstrukturen Finanzierungen erschweren und Investitionen gefährden.
Genoverband bringt Position in die politische Debatte ein
Der Genoverband bringt diese Position konsequent in die politische Diskussion ein – gemeinsam mit DRV und BVR sowie im direkten Dialog mit Politik und Ländern.
Auf europäischer Ebene geht es darum, die Kommissionsvorschläge so zu verändern, dass pauschale Kürzungsmechanismen kooperative Mehrfamilienbetriebe wie Agrargenossenschaften nicht benachteiligen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Betriebe, sondern um die Stabilität ganzer Regionen, in denen Agrargenossenschaften eine zentrale Rolle für Beschäftigung, Investitionen und Wertschöpfung spielen.
Bundesländer positionieren sich gegen Kappung und Degression
Ermutigend ist, dass sich die Bundesländer weitgehend gegen verpflichtende Kappung und Degression positionieren. Ein aktueller Entschließungsantrag des Bundesrates fordert ausdrücklich, bestehende Agrarstrukturen anzuerkennen; auch Banken und regionale Akteure warnen vor erheblichen Strukturbrüchen.
Der Agrargipfel Sachsen-Anhalt 2026 hat diesen Ansatz bestätigt: Landwirtschaft, Agrarhandel, Kreditwirtschaft und Politik müssen ihre Expertise bündeln, um kurzfristige Unterstützung und langfristige Perspektiven für die Betriebe zu entwickeln.
Erste positive Signale aus dem Europäischen Parlament
Die von Norbert Lins (EVP), federführender Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur GAP ab 2028 am 29. Juni im Agrarausschuss vorgestellten Vorschläge senden mit Blick auf Kappung und Degression ein erstes positives Signal. Lins rückt vom strikten Kommissionsansatz ab und will die besonderen Strukturen ostdeutscher Agrargenossenschaften stärker berücksichtigen. Statt einer Kappungsgrenze von 100.000 Euro pro Betrieb schlägt Lins eine Obergrenze von 500.000 Euro vor. Entscheidend ist dabei: Die Grenze soll an natürliche Personen und nicht pauschal an den Betrieb gebunden werden. Damit würde verhindert, dass kooperative Mehrfamilienbetriebe und Agrargenossenschaften allein aufgrund ihrer Rechts- und Betriebsform überproportional belastet werden. Die Förderung von Genossenschaften ist ein explizites Ziel im Bericht.
Bewertung: Positive Ansätze – aber noch keine Entwarnung
Die Vorschläge von Norbert Lins sind ein wichtiges Signal, weil sie die pauschale Kappung pro Betrieb entschärfen und kooperative Betriebsformen stärker berücksichtigen. Offen bleibt jedoch, wie Degression und Kappung im weiteren Verfahren konkret ausgestaltet werden und ob sich Lins’ Linie im AGRI-Ausschuss sowie in den Verhandlungen zum NRP-Fonds und zum Mehrjährigen Finanzrahmen durchsetzen lässt. Die Positionierung der Länder stärkt die deutsche Verhandlungsbasis. Gleichzeitig bleibt die Lage ernst.
Politische Interessenvertretung
Mit dem beigefügten Positionspapier möchten wir Ihnen unsere Positionen und Anliegen zur Landtagswahl 2026 übersichtlich darstellen. Es bündelt die Perspektiven unserer Genossenschaften aus den unterschiedlichen Branchen und zeigt, wo die neue Landesregierung handeln muss, um kooperative Strukturen nachhaltig zu stärken.
Wir möchten Sie einladen, die Positionspapiere in Ihren Netzwerken zu nutzen: als Grundlage für Gespräche mit politischen Vertreterinnen und Vertretern, in Gremien und in Ihren Regionen.
Politische Interessenvertretung
Die Mitglieder des Genoverband e.V. genehmigten den Jahresabschluss 2025. In weiteren Beschlüssen entlasteten die Mitglieder den Verbandsvorstand sowie den Verbandsrat für das vergangene Geschäftsjahr 2025. Darüber hinaus besetzten die Teilnehmer die frei gewordenen Mandate im Verbandsrat bis zum Ende der laufenden Mandatsperiode (bis zum 30.06.2029) mit Matthias Itzerott (Agrargenossenschaft „Altenburger Land“ eG), Karsten Petersen (VR Bank Schleswig-Holstein Mitte eG), Stephan M. Schader (VR Bank Dreieich – Offenbach eG) und Michael Simonis (Volksbank Trier Eifel eG) auf Vorschlag der Regionaltage bzw. der Mitgliederversammlung Agrargenossenschaften.
Weitere Informationen finden Sie im Newsroom auf unserer Homepage unter diesem Link sowie auf unseren Social-Media-Kanälen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter diesem Link.
Nachhaltigkeit einfach umsetzen – mit einem Tool aus der genossenschaftlichen Praxis
Der „Zukunftskompass Genossenschaft & Kooperation“ des Genoverbands unterstützt Unternehmen dabei, die VSME‑Berichterstattung strukturiert, effizient und zukunftsorientiert umzusetzen. Es verbindet regulatorische Anforderungen mit Branchenwissen und praktischer Anwendbarkeit – für verlässliche Ergebnisse mit minimalem Aufwand.
Mit dem Zukunfts-Kompass Genossenschaft & Kooperation stärken Unternehmen gezielt ihre Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und unternehmerische Verantwortung.
Das Tool führt Schritt für Schritt durch den gesamten VSME‑Prozess und ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg – verständlich, intuitiv und ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen.
Der „Zukunfts-Kompass Genossenschaft & Kooperation“ wurde von Nachhaltigkeitsexperten gemeinsam mit dem Genoverband, der AWADO‑Gruppe und der ZWH entwickelt und basiert auf einem tiefen Verständnis für genossenschaftliche Geschäftsmodelle und mittelständische Praxis.
Der VSME‑Standard schafft eine einheitliche, prüfbare Grundlage für Nachhaltigkeitsinformationen, die von Kreditinstituten, Geschäftspartnern und weiteren Stakeholdern benötigt werden.
Das Tool berücksichtigt branchenspezifische Anforderungen von Agrargenossenschaften und ist konsequent an den Bedürfnissen genossenschaftlich geprägter Unternehmen ausgerichtet.
Durch klare Struktur, verständliche Formulierungen und digitale Prozesse sparen Unternehmen Zeit und Kosten und vermeiden unnötige Mehrarbeit oder Fehler.
Wer frühzeitig mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung beginnt, baut Know-how auf, reduziert Risiken und positioniert sich zukunftssicher im Markt.
Teamleiter
Abteilung Ländliche Ware und Nachhaltigkeit
Gerade in der Agrarwirtschaft sind Vergütungssysteme häufig über viele Jahre gewachsen und durch individuelle Vereinbarungen, unterschiedliche Verantwortlichkeiten oder regionale Gegebenheiten geprägt. Dadurch entstehen oft Gehaltsstrukturen, die nur eingeschränkt nachvollziehbar sind. Die neuen gesetzlichen Vorgaben erhöhen die Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Diskriminierungsfreiheit. Unternehmen, die sich frühzeitig vorbereiten, schaffen nicht nur Rechtssicherheit, sondern stärken zugleich ihre Position als attraktiver Arbeitgeber.
Intransparente oder unzureichend dokumentierte Vergütungsstrukturen bergen Risiken: Sie können zu Compliance- und Haftungsproblemen, mangelnder Kostentransparenz sowie Nachteilen bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften führen. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels erwarten Bewerberinnen und Bewerber heute klare und faire Vergütungsmodelle sowie nachvollziehbare Entwicklungsperspektiven.
Unternehmen sollten daher ihre bestehenden Vergütungssysteme analysieren, mögliche Risiken identifizieren und nachvollziehbare Gehaltsbänder entwickeln. Ebenso wichtig sind transparente Vergütungs- und Entscheidungsprozesse sowie geeignete Dokumentations- und Reportingstrukturen, um den Anforderungen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie gerecht zu werden.
Frühzeitiges Handeln zahlt sich aus: Transparente und faire Entgeltstrukturen fördern das Vertrauen der Mitarbeitenden, erhöhen die Arbeitgeberattraktivität und schaffen Wettbewerbsvorteile bei der Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte. Entgelttransparenz ist daher weit mehr als eine gesetzliche Pflicht – sie ist ein strategisches Instrument zur nachhaltigen Sicherung von Fachkräften und zur Stärkung der Unternehmenskultur.
Unsere Unterstützung
Wir begleiten Agrarunternehmen bei der Analyse, Entwicklung und Einführung praxisnaher sowie rechtssicherer Vergütungssysteme. Gemeinsam schaffen wir Transparenz, minimieren Risiken und bereiten Ihr Unternehmen frühzeitig auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen vor.
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Christina Das Gupta · Tel. 0351 796620-2933 ·
Dr. Simone Roscher · Tel. 030 26472-7051 ·
„Wenn es einfach wäre, könnte es jeder.“ – Ein Gespräch mit Alice Nack, Agrargenossenschaft Uckermark eG
Landwirtschaft ist vielseitig, fordernd – und immer noch stark männlich geprägt. Doch immer mehr Frauen übernehmen Verantwortung, bringen neue Perspektiven ein und prägen den Wandel der Branche aktiv mit. Eine von ihnen ist Alice Nack (37 Jahre), Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft Uckermark eG in Göritz.
Ein Betrieb zwischen Tradition und Zukunft
Die Agrargenossenschaft Uckermark bewirtschaftet insgesamt rund 3.600 Hektar, darunter 500 Hektar Niedermoorgrünland. Zum Betrieb gehören 1.450 Milchkühe mit eigener Nachzucht sowie Mutterkühe eines Partnerbetriebs. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investiert die Genossenschaft fortlaufend in zeitgemäße Stalltechnik. „Wer langfristig bestehen will, kommt an großen Investitionen nicht vorbei“, betont Alice Nack – eine Einschätzung, die für viele landwirtschaftliche Betriebe gilt.
Nicht von Beginn an war ihr beruflicher Weg klar vorgezeichnet. Doch die familiäre Prägung stellte früh die Weichen: Bereits ihr Vater war im heutigen Betrieb in der Uckermark tätig. Nach dem Abitur entschied sie sich für ein Studium der Agrarwissenschaften. Es folgten mehrere Praktika im heutigen Betrieb sowie berufliche Stationen in der Sauenhaltung und Ferkelproduktion. Im Jahr 2018 übernahm sie das Herdenmanagement, seit 2021 ist sie Mitglied des Vorstands.
Drei Worte für ihren Arbeitsalltag? Unplanbar. Abwechslungsreich. Interessant.
Verantwortung, Respekt und alte Rollenbilder
Doch der Weg in Führungspositionen ist für Frauen oft steiniger. „Als Frau hat man es schwerer“, beschreibt Alice Nack offen. Vorurteile, geringere Zutrauen oder herablassende Anreden gehören für viele Frauen in der Branche noch immer zum Alltag.
Ihr Rezept: lernen, Wissen teilen, gemeinsam arbeiten. „Hand in Hand mit dem Kollegium – nur so funktioniert es.“ Vor allem junge Frauen ermutigt sie zu Selbstbewusstsein: stark bleiben und sich nicht unterschätzen lassen.
Familie und Landwirtschaft – kein Widerspruch
Ein zentrales Thema ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In der Tierproduktion herrscht bei ihr ein nahezu ausgeglichenes Geschlechterverhältnis, doch Führungsrollen sind weiterhin seltener weiblich besetzt. Umso wichtiger seien Vorbilder.
Alice Nack betont, wie entscheidend Unterstützung ist: Familie, Partnerschaft, Freunde – „ein ganzes Dorf“. Dazu kommt eine verlässliche Kinderbetreuung. Ihre eigene Erfahrung, mit zwei voll berufstätigen Eltern aufzuwachsen, sieht sie als große Chance: „Ich hatte eine großartige Kindheit.“
Landwirtschaft unter Druck – und voller Leidenschaft
Die aktuelle Lage beschreibt sie nüchtern: Die Zeiten sind schwierig, Schwankungen gehören dazu. Nur stabile Betriebe können schlechte Jahre auffangen. Und doch gilt: „Leidenschaft für Landwirtschaft bringt auch Leiden mit.“
Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem politische Verlässlichkeit: stabile Rahmenbedingungen, klare Strategien und mehr Fachverstand. Gesellschaftlich plädiert sie für mehr Wertschätzung – für die harte Arbeit entlang der gesamten Lebensmittelkette. Die Entscheidung an der Kühltheke, so sagt sie, sei immer auch eine Entscheidung für oder gegen diese Arbeit.
Ausblick: Dranbleiben und Weiterdenken
Geplant werden bereits ein neuer Kälberstall, vielleicht eines Tages ein neuer Milchviehstall. „Dranbleiben“ ist ihr Motto – und genau das brauchen auch Frauen in der Landwirtschaft: Raum, Vertrauen und gleiche Chancen.
Beraterin
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Geschäftsfeld Mittelstand
Bereich Beratung und Mitgliederservice
Abteilung Ländliche Ware und Nachhaltigkeit
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir - in bewährter Tradition - aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven für Agrargenossenschaften diskutieren.
Darüber hinaus geben wir Ihnen einen Überblick über die politischen Rahmenbedingungen sowie die aktuellen Marktentwicklungen und informieren Sie über die Aktivitäten des Genoverband e.V.
Geplante Themen im Überblick:
Alle Termine und Veranstaltungsorte sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, den gemeinsamen Austausch und eine lebendige Diskussion.
Im Fokus steht weiterhin die neue Modulreihe für Führungskräfte „Karriere Agrar“
Die Idee – Klarheit statt Einzelmaßnahmen
Die Idee hinter „Karriere Agrar“ ist einfach und zugleich konsequent:
Statt große Seminarpakete bietet das neue Format die Möglichkeit, sich seinen eigenen Weiterbildungsweg selbst zusammenzustellen. Alle zentralen Themen moderner Betriebsführung– von Führung und Organisation über Gremienarbeit, Arbeits‑ und Steuerrecht bis hin zu Controlling, Jahresabschluss und Investitionsplanung können einzeln, als auch als Gesamtpaket gebucht werden – Sie gestalten dabei Ihren Weg selbst!
Der USP – Übersicht, Praxis und echte Anwendbarkeit
Das Besondere an „Karriere Agrar“ ist die Kombination aus:
Die Modulreihe vermittelt nicht nur Wissen, sondern gibt Sicherheit in Entscheidungen – fachlich, rechtlich und wirtschaftlich.
Orientierung für Führungskräfte
„Karriere Agrar“ richtet sich gezielt an Führungskräfte landwirtschaftlicher Betriebe. Die Module schaffen Orientierung in drei zentralen Bereichen:
Unsere Referenten – Experten mit Branchenblick
Ein weiterer wesentlicher Qualitätsfaktor sind die Referentinnen und Referenten:
Alle Dozierenden verfügen über langjährige Fach‑ und Praxiserfahrung in der Agrarbranche. Sie verbinden wissenschaftliche Grundlagen mit angewandtem Know-how und kennen die Realität landwirtschaftlicher Betriebe aus Beratung, Lehre und Praxis.
Das Ergebnis: verständliche Inhalte, klare Einordnung und realistische Lösungsansätze.
Veranstaltungsformat und Ort
Die Modulreihe kombiniert:
Die Präsenzveranstaltungen finden am ausgewählten, gut erreichbaren Seminarstandort Leipzig statt und bieten eine professionelle Lernumgebung mit Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch.
Zeitraum und Buchung
Die Module werden im Zeitraum von Dezember 2026 bis Mai 2027 angeboten. Teilnehmende können:
Die einzelnen Module von „Karriere Agrar“ im Überblick:
Grundlagen moderner Führung: Mit Haltung und Kompetenz Vertrauen und Leistung fördern
In diesem zweitägigen Seminar erhalten Sie einen fundierten Überblick über die zentralen Aufgaben, Rollen und Werkzeuge moderner Führung. Sie setzen sich mit zeitgemäßen Führungsmodellen, Kommunikations- und Motivationsansätzen sowie den eigenen Erwartungen an die Führungsrolle auseinander. Praxisnahe Beispiele und Übungen unterstützen dabei, ein klares Führungsverständnis zu entwickeln und zentrale Führungsinstrumente sicher anzuwenden.
Das Seminar schafft Orientierung, stärkt die Handlungssicherheit im Führungsalltag und legt eine tragfähige Grundlage für Ihre weitere Entwicklung als Führungskraft.
Arbeitsorganisation für Führungskräfte: Effizient planen, delegieren und steuern – für mehr Zeit und bessere Ergebnisse
Dieses Seminar zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Zeit optimal nutzen, Prioritäten setzen und Ihren Arbeitstag strukturiert gestalten. Sie lernen, Routinen sinnvoll einzubauen, Störungen flexibel zu managen und Ihre Aufgaben mit System zu organisieren. Mit bewährten Methoden schaffen Sie eine klare Struktur und steigern Ihre Produktivität. Ein individueller Maßnahmenplan sichert den Transfer in Ihren Alltag. So gewinnen Sie Zeit für strategische Aufgaben und werden zum Vorbild für effektives Selbstmanagement.
Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften - Modul 1 Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftung
Die Herausforderungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit in Vorstand und Aufsichtsrat einer Genossenschaft sind beachtlich gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, dass sich künftige oder derzeitige Vorstände bzw. Aufsichtsräte genau mit ihrem Aufgabenspektrum vertraut machen als auch Rechte und Pflichten kennen. In diesem Online-Seminar Sie lernen die Verantwortungsbereiche und Aufgaben eines genossenschaftlichen Unternehmens kennen oder frischen Ihr Wissen auf.
Arbeitsrecht kompakt
In diesem zweitägigen Seminar vermitteln wir Ihnen praxisnahes und rechtssicheres Grundlagenwissen für den täglichen Umgang mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Sie gewinnen Klarheit über Ihre Rechte und Pflichten und reduzieren gezielt rechtliche Risiken. Mit hohem Praxisbezug gewinnen Sie Sicherheit in „heiklen” Situationen und kennen Ihr gutes Recht. Nach dem Seminar sind Sie in der Lage, arbeitsrechtliche Fragestellungen sicher einzuordnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und typische Fehler im Arbeitsalltag zu vermeiden – kompakt, verständlich und direkt anwendbar.
Steuerrecht in der Landwirtschaft
Das Seminar vermittelt Ihnen praxisorientierte Lösungen und konkrete Handlungsempfehlungen, die Sie direkt in Ihrem Arbeitsalltag umsetzen können. Mit diesem Wissen sind Sie in der Lage, steuerliche Fragestellungen sicher zu beurteilen und strategische Entscheidungen für Ihren Betrieb kompetent und rechtssicher zu treffen. Sie erlernen fundiertes Fachwissen über die Systematik der Unternehmensbesteuerung und die wichtigsten Steuerarten, die für landwirtschaftliche Betriebe relevant sind. Sie lernen, steuerliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Darüber hinaus erhalten Sie einen aktuellen Überblick über die neuesten Gesetzesänderungen im Steuerrecht.
Der Jahresabschluss in der Landwirtschaft: Kennzahlen verstehen, analysieren und bewerten
Dieses Seminar vermittelt das notwendige Wissen, um Ihren Jahresabschluss sicher zu verstehen und gezielt für betriebliche Entscheidungen zu nutzen. Sie entwickeln ein klareres Verständnis dafür, welche Erkenntnisse sich aus Ihren betrieblichen Kennzahlen ableiten lassen und wie daraus konkrete Zukunftsstrategien und Handlungsoptionen entstehen. Sie lernen, wirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die finanzielle Stabilität des Betriebs langfristig zu sichern. Durch praxisnahe Erklärungen und Beispiele aus landwirtschaftlichen Alltagssituationen erhalten Sie mehr Sicherheit im Umgang mit Kennzahlen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das Seminar stärkt damit Ihre Fähigkeit, Chancen zu nutzen, Risiken realistisch einzuschätzen und den eigenen Betrieb zielorientiert auszurichten.
Betriebscontrolling in der Landwirtschaft: Planung, Kontrolle und Steuerung für landwirtschaftliche Betriebe
Das Seminar unterstützt Sie dabei, wirtschaftliche Entscheidungen im eigenen Betrieb transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten. Sie erlangen ein strukturiertes Verständnis für betriebliche Zusammenhänge und stärken Ihre Fähigkeit, wirtschaftliche Entwicklungen objektiv zu bewerten. Dadurch lassen sich Verbesserungsbedarfe und Handlungsspielräume klarer erkennen und priorisieren. Sie gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit wichtigen Betriebskennzahlen und können Ihre wirtschaftliche Situation fundierter darstellen – sowohl intern als auch gegenüber externen Partnern. Dies schafft eine verlässliche Basis für strategische Entscheidungen sowie für Gespräche mit Banken und weiteren Finanzierungspartnern.
Professionelle Investitionsplanung: Wirtschaftlich investieren – nachhaltig wachsen
In diesem Seminar lernen Sie, relevante betriebswirtschaftliche Kennzahlen sicher zu interpretieren und als Grundlage für Investitions- und Finanzierungsentscheidungen zu nutzen. Anhand praktischer Beispiele werden verschiedene Investitionsrechnungen durchgeführt und deren Ergebnisse kritisch diskutiert. Darüber hinaus erlangen Sie ein klares Verständnis über Finanzierungsformen, Finanzierungsregeln, Liquiditätsplanung sowie den Einsatz von Referenzdaten und Jahresabschlüssen zur fundierten Entscheidungsfindung.
Nach dem Seminar sind Sie in der Lage Investitionsprojekte strukturiert zu planen, wirtschaftlich zu bewerten und auf Basis solider Finanzierungsstrategien erfolgreich umzusetzen – ein entscheidender Schritt für eine nachhaltige Betriebssicherung und zukünftiges Wachstum.
Weitere Veranstaltungen:
Vom Kollegen zur Führungskraft: Den Rollenwechsel erfolgreich meistern
Dieses zweitägige Seminar richtet sich an Führungskräfte, die erstmals Führungsverantwortung im bisherigen Kollegenkreis übernehmen und sich in dieser neuen Rolle sicher positionieren möchten. Sie reflektieren ihre neue Rolle, bearbeiten konkrete Praxisfälle und entwickeln individuelle Strategien für typische Führungssituationen.
Das Seminar unterstützt Sie dabei, Ihre neue Führungsrolle bewusst anzunehmen, Klarheit im eigenen Auftreten zu gewinnen und tragfähige Arbeitsbeziehungen als Führungskraft zu gestalten.
Online-Qualifizierung für das Ehrenamt in Genossenschaften 2025
Die Online-Qualifizierung für das Ehrenamt in Genossenschaften 2025 richtet sich an (zukünftige) Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder von Genossenschaften ohne Bankgeschäft. Sie vermittelt grundlegendes Wissen über Aufgaben, Rechte und Pflichten dieser Organe sowie über genossenschaftliches Selbstverständnis, Satzung und Haftungsfragen. Die Inhalte sind über den „Online-Campus“ flexibel abrufbar und werden regelmäßig aktualisiert, ergänzt durch Bonuskapitel zum Jahresabschluss und zur Bonitätsbeurteilung.
Kombi-Seminar: Anwender-Sachkunde Rodentizide & Töten von Wirbeltieren
Dieses Kombi-Seminar vermittelt die erforderliche Sachkunde für den rechtssicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Antikoagulanzien (Rodentizide) sowie für das tierschutzgerechte Töten von Wirbeltieren. Die Teilnehmenden erwerben praxisnahes Fachwissen und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen in kompakter Form. Mit erfolgreichem Abschluss erwerben Sie die entsprechenden Sachkunde-Nachweise.
Microsoft 365
Die GenoAkademie bietet eine umfassende Microsoft 365-Produktpalette mit praxisorientierten Online-Seminaren und Trainings für Einsteiger bis Fortgeschrittene. Die Inhalte decken zentrale Anwendungen wie Excel, Word, Outlook, PowerPoint, Teams, OneNote, Access und Power BI ab und vermitteln sowohl Grundlagen als auch vertiefte Funktionen zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Ergänzt wird das Angebot durch Strategie-Webinare und Inhouse-Konzepte, die auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind und auch Themen wie Copilot und kollaboratives Arbeiten integrieren.
Web-Training & Präsenzvorbereitung: Pflanzenschutz-Sachkundenachweis für Abgeber und Anwender nach § 9 PflSchG
Das Seminar „Web-Training & Präsenzvorbereitung: Pflanzenschutz-Sachkundenachweis für Abgeber und Anwender nach § 9 PflSchG“ richtet sich an Personen, die beruflich Pflanzenschutzmittel anwenden, verkaufen oder darüber beraten. Es vermittelt die notwendigen fachlichen Kenntnisse für den Sachkundenachweis und bereitet gezielt auf die mündliche und schriftliche Prüfung durch die zuständige Kammer vor. Die Qualifizierung erfolgt in zwei Teilen: einem zweitägigen Web-Training und einem Präsenzseminar mit anschließendem Prüfungstag. Teilnehmende können sich für die Sachkunde als Abgeber oder zusätzlich auch als Anwender entscheiden.
Online-Seminar: Genossenschaftsrecht - Mitgliederverwaltung in Genossenschaften
Das Online-Seminar „Genossenschaftsrecht – Mitgliederverwaltung in Genossenschaften“ richtet sich an Vorstände, Geschäftsführungen und Mitarbeitende in der Mitgliederverwaltung von Waren-, Handels-, Agrar- und Dienstleistungsgenossenschaften. Es vermittelt fundiertes Wissen über gesetzliche Grundlagen der Mitgliederbeziehung, das anhand praxisnaher Fälle direkt angewendet wird. Themen sind u. a. der Aufbau der Mitgliederliste, Eintritt und Austritt, Geschäftsanteile, Erbfälle, Unternehmensmitgliedschaften, Insolvenz und Ausschlussverfahren. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre Aufgaben in der Mitgliederverwaltung rechtssicher und ordnungsgemäß auszuführen.
Online-Seminar: KI-Regelaustausch
Der KI-Regelaustausch verankert KI nachhaltig im Arbeitsalltag. In einem moderierten, interaktiven „Stammtisch-Format” werden konkrete Praxisfragen geklärt, Erfahrungen geteilt und aktuelle Entwicklungen eingeordnet – kompakt in zwei Stunden und wiederkehrend angelegt. Die Agenda richtet sich flexibel nach den aktuellen Fragen und Themen der Teilnehmenden.
Online-Seminar: KI-Basisschulung
Diese Schulung legt das Fundament für den souveränen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Sie erhalten ein fundiertes Grundverständnis generativer KI und lernen, erste eigene Aufgaben sicher, sinnvoll und rechtskonform mit KI zu lösen – ganz ohne technische Vorkenntnisse. Ein hoher Praxisanteil am eigenen Anwendungsfall, Live-Demonstrationen sowie ein moderierter Erfahrungsaustausch sorgen für einen unmittelbaren Transfer in den Arbeitsalltag.
Online-Seminar: KI-Fach-Workshop
Der anwendungsorientierter Fach-Workshop baut auf den Grundlagen auf und macht KI zum festen Bestandteil des persönlichen Arbeitsalltags. Sie lernen, KI systematisch, strukturiert und sicher einzusetzen und auch komplexere Fragestellungen eigenständig zu lösen – zugeschnitten auf den jeweiligen Fachbereich. Anhand eines gemeinsamen Erarbeitens der Prompt-
Bibliothek, Arbeit an realen Anwendungsfällen der Teilnehmenden, Gruppenarbeit und dem moderierten Erfahrungsaustausch sind die Ergebnisse direkt im Arbeitsalltag nutzbar.
Online-Kurs: Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
Mit Inkrafttreten des EU AI Act am 2. Februar 2025 sind Unternehmen verpflichtet, sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten, über angemessene Fachkenntnisse verfügen. Artikel 4 der Verordnung stellt die KI-Kompetenz (AI Literacy) in den Mittelpunkt und fordert gezielte Schulungsmaßnahmen zur sicheren, ethischen und rechtskonformen Nutzung von KI-Technologien. Das Web Based Training Ihrer GenoAkademie bietet eine praxisnahe, flexible und rechtskonforme Lösung zur Erfüllung dieser Anforderungen.
Arbeitssicherheit: Veranstaltungen in internen Räumlichkeiten
Unser Webinar vermittelt die zentralen Anforderungen und Best Practices rund um Arbeitssicherheit bei Veranstaltungen in internen Räumlichkeiten. Es bietet praktische Orientierung für alle, die Veranstaltungen organisieren, betreuen oder verantworten, und zeigt auf, wie Sicherheitsrisiken effektiv minimiert und reibungslose Abläufe sichergestellt werden können.
Online-Kurs: Security Awareness
In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt sind Cyberangriffe und Sicherheitsvorfälle eine der größten Bedrohungen für Unternehmen. Das Web Based Training „Security Awareness“ vermittelt allen Mitarbeitenden praxisnahes Wissen und Handlungskompetenzen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und aktiv zu vermeiden.
Umsätze werden im Vertrieb geschrieben- Betriebsergebnisse und Gewinne für das Unternehmen werden in der Verhandlung realisiert
Ob Preisgespräch mit Kunden, Konditionenverhandlung mit Lieferanten, Projektabstimmung mit Partnern oder interne Abstimmungen auf Augenhöhe: Unternehmerischer Erfolg entsteht dort, wo gut verhandelt wird. Bei unserem 2-tätigen Seminar in Baunatal erwerben Sie das Handwerkszeug für gute Verhandlungen.
Abteilungsleiterin
Agrar
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